IPv6 Subnetting Calculator

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IPv6 Subnetting Calculator

Analysiere IPv6-Adressen, teile Präfixe in Subnetze auf und generiere Reverse-DNS. Mit Adresstyp-Erkennung, Bit-Visualisierung und RFC 4291-Konformität.

IPv6-Analyse Subnetting Adresstyp Reverse-DNS Visualisierung

Hinweis: Alle Berechnungen erfolgen lokal in deinem Browser. IPv6-Adressen sind in RFC 4291 und RFC 3587 standardisiert. Standard-Subnetzgröße ist /64 – das lässt 264 Adressen pro Netz.

Inhaltsverzeichnis

Schnellübersicht

  • IPv6-Analyse: Adresse + Präfix → Netzwerk, Typ, Interface-ID
  • Subnetting: /48-Präfix in /64-Subnetze aufteilen
  • Reverse-DNS: ip6.arpa-Format generieren
  • Adresstypen: GUA, ULA, Link-Local, Multicast, Loopback
  • Bit-Visualisierung: 128 Bit in 8 Hextetts
  • IPv4-Vergleich: Subnetzgrößen verstehen
  • Theorie: Über IPv6-Subnetting und RFCs
  • FAQ: Häufige Fragen zu IPv6

1. IPv6 Subnetting-Rechner

Gib eine IPv6-Adresse mit Präfix ein – alle Berechnungen erfolgen sofort.

Beliebige IPv6-Adresse
/1 bis /128
Status
128-Bit-Adress-Visualisierung
Detaillierte Informationen
IPv6-Standardstruktur
IPv6-Adresse – 128 Bit – 8 Hextetts
Global Routing Prefix (48 Bit)
Subnet ID (16 Bit)
Interface ID (64 Bit)
Global Routing
48 Bit
Subnetz ID
16 Bit
Interface ID
64 Bit
Präfix (vom ISP) Subnetz (von dir) Interface (SLAAC)
IPv6-Adresstypen im Überblick
PräfixTypBeschreibung
2000::/3Global Unicast (GUA)Öffentlich routbar (ISP-Adresse)
fc00::/7Unique Local (ULA)Privat, IPv6-Äquivalent zu RFC 1918
fe80::/10Link-LocalNur im lokalen Segment, kein Routing
ff00::/8MulticastGruppenkommunikation (ersetzt Broadcast)
::1/128LoopbackLocalhost (wie 127.0.0.1)
::/128UnspecifiedUnbestimmte Adresse (wie 0.0.0.0)
2001:db8::/32DokumentationFür Doku und Beispiele (RFC 3849)
2002::/166to4Übergangsmechanismus (veraltet)

2. Theorie – IPv6-Subnetting

Verstehe die Grundlagen von IPv6-Adressen und Subnetting.

IPv6 vs. IPv4

IPv6 löst die Adressknappheit von IPv4:

  • 128 Bit: 340 Sextillionen Adressen
  • Hex: 8 Hextetts (16 Bit je)
  • Doppelpunkt: Als Trenner (nicht Punkt)
  • Standard: /64 pro Subnetz
2001:db8:abcd:12::1/64

Komprimierung

IPv6-Adressen werden komprimiert dargestellt:

  • Führende Nullen: Weglassen (0abc → abc)
  • Null-Gruppen: Mit :: abkürzen (nur einmal!)
  • Beispiel: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001
  • Kompakt: 2001:db8::1
2001:db8::1 = 2001:0db8:0000:...:0001

Subnetting in IPv6

IPv6-Subnetting ist einfacher als IPv4:

  • /48: Standard für Unternehmen (ISP-Zuweisung)
  • /56: Standard für Haushalte (einige ISPs)
  • /64: Ein Subnetz (Standard für SLAAC)
  • /128: Einzelner Host (wie /32 in IPv4)
/48 → 65.536 /64-Subnetze

Best Practices

  • /64 immer: Für SLAAC erforderlich
  • 16-Bit Subnetz: Bei /48 bleibt /64 übrig
  • Reservierungen: Subnetze für Wachstum planen
  • Reverse-DNS: In ip6.arpa-Zone pflegen
  • Dokumentation: Präfix und Subnetze notieren
  • ULA + GUA: Parallel nutzen
fd00::/48 intern, 2001:db8::/48 extern

Wussten Sie schon?

In IPv6 ist /64 die heilige Standardgröße für Subnetze. Warum? Weil SLAAC (Stateless Address Autoconfiguration) die unteren 64 Bit für die Interface-ID verwendet. Ein /64-Subnetz hat 18,4 Trillionen Adressen – das reicht selbst für das IoT. Ein ISP weist einem Unternehmen meist ein /48 zu, was 65.536 Subnetze à /64 ermöglicht.

3. Geschichte von IPv6

Von der Adressknappheit zur Standardisierung.

1990

IPv4-Knappheit erkannt

Das IETF beginnt, sich mit dem absehbaren Ende des IPv4-Adressraums zu beschäftigen. Erste Überlegungen zu einem Nachfolger unter dem Namen IPng (IP next generation).

1994

Erste IPv6-Drafts

Erste Entwürfe für IPv6 erscheinen. Nach mehreren Wettbewerbsvorschlägen (TUBA, CATNIP, SIPP) wird SIPP (Simple Internet Protocol Plus) als Basis gewählt.

1995

RFC 1883 – IPv6

IPv6 wird offiziell standardisiert. 128-Bit-Adressen, feste Header, automatische Konfiguration. Der Adressraum umfasst 2128 ≈ 3,4 × 1038 Adressen.

1998

RFC 2460 – Überarbeitung

RFC 2460 ersetzt RFC 1883 und wird zum maßgeblichen Standard für IPv6. Die Details des IPv6-Headers werden präzisiert. SLAAC in RFC 2462 definiert.

2001

6bone-Testnetz

Das 6bone-Testnetzwerk wird aufgebaut, um IPv6 zu erproben. Erste große Provider und Forschungseinrichtungen nehmen teil. Erfahrungen fließen in die weitere Entwicklung ein.

2011

World IPv6 Day

Am 8. Juni 2011 aktivieren große Internetfirmen (Google, Facebook, Yahoo) IPv6 testweise für 24 Stunden. Der Test verläuft erfolgreich – mehr als 400 Teilnehmer.

2012

World IPv6 Launch

World IPv6 Launch am 6. Juni 2012: ISPs, Content-Anbieter und Hardware-Hersteller aktivieren IPv6 dauerhaft. Der IPv6-Verkehr steigt seitdem kontinuierlich.

Heute

IPv6 im Mainstream

Über 45% des weltweiten Internetverkehrs läuft über IPv6. Mobilfunknetze sind oft IPv6-only mit 464XLAT. Alle großen Cloud-Anbieter unterstützen IPv6 vollständig.

4. FAQ – Häufige Fragen

Häufige Fragen zu IPv6

Warum ist /64 der Standard in IPv6?

/64 ist die Standard-Präfixgröße für IPv6-Subnetze. Gründe:

  • SLAAC: Benötigt 64 Bit für die Interface-ID (RFC 4862)
  • RFC 4291: Empfiehlt /64 für alle Unicast-Netze
  • Einfachheit: Keine komplexe Subnetz-Rechnerei
  • Platz: 18,4 Trillionen Adressen pro Subnetz

Ausnahmen:

  • /127: Punkt-zu-Punkt-Links (RFC 6164)
  • /128: Loopback-Adressen und Host-Routen

Wichtig: Kleinere Präfixe als /64 (z.B. /80) brechen SLAAC und werden nicht empfohlen.

Wie viele Adressen hat ein /64?

Ein /64-Subnetz hat 264 = 18.446.744.073.709.551.616 Adressen.

Das sind:

  • 18,4 Trillionen Adressen
  • Mehr als das gesamte IPv4-Internet (4,3 Mrd.)
  • 4 Milliarden Mal so viele wie IPv4
  • Für jeden Menschen: 2,3 Milliarden Adressen

Vergleich:

  • IPv4 /24: 254 nutzbare Adressen
  • IPv6 /64: 18,4 Trillionen Adressen
  • Faktor: ~7,3 × 1016
Was ist der Unterschied zwischen GUA und ULA?
MerkmalGUAULA
Bereich2000::/3fc00::/7
RoutingGlobal (Internet)Nur lokal
ZuweisungVon ISP (RIR)Selbst generiert
StabilitätÄndert sich bei ISP-WechselBleibt stabil
EindeutigkeitWeltweitLokal
Analogie IPv4Öffentliche IPRFC 1918

Best Practice: Dual-Addressing

  • Server: Primär ULA (stabil), sekundär GUA (Internet)
  • Clients: Beide Adressen parallel
  • DNS: Interne Namen auf ULA, externe auf GUA

Wichtig: ULA ist kein NAT – Pakete werden nicht übersetzt. Jedes Gerät hat echte IPv6-Adressen.

Wie viele /64-Subnetze hat ein /48?

Ein /48-Präfix hat 2(64-48) = 216 = 65.536 /64-Subnetze.

Beispiel: 2001:db8:abcd::/48

  • 2001:db8:abcd:0000::/64
  • 2001:db8:abcd:0001::/64
  • 2001:db8:abcd:0002::/64
  • ...
  • 2001:db8:abcd:ffff::/64

Verwendung:

  • Unternehmen: Bekommen /48 vom ISP
  • Haushalte: Bekommen /56 (256 /64-Subnetze)
  • Große Firmen: Können /32 oder /40 bekommen
Was ist der Unterschied zwischen :: und ::1?
AdresseBedeutungVergleich IPv4
::1Loopback127.0.0.1
::Unspecified0.0.0.0

::1 (Loopback):

  • Verweist auf das eigene Gerät
  • Wird nie über eine Netzwerkkarte gesendet
  • Test für den eigenen IPv6-Stack
  • ping ::1 prüft lokale Konfiguration

:: (Unspecified):

  • Bedeutet "keine Adresse"
  • Wird beim Start verwendet (DAD)
  • Kann nicht als Zieladresse verwendet werden
  • Wird nicht geroutet
Wie funktioniert Reverse-DNS in IPv6?

Reverse-DNS in IPv6 verwendet ip6.arpa (statt in-addr.arpa bei IPv4):

Format:

  • Adresse wird in 32 Nibbles (4-Bit-Hex-Zeichen) zerlegt
  • Nibbles werden umgekehrt (von hinten nach vorne)
  • Jedes Nibble wird durch einen Punkt getrennt
  • Am Ende: ip6.arpa

Beispiel: 2001:db8::1

  • Vollständig: 2001:0db8:0000:0000:0000:0000:0000:0001
  • Hex-Ziffern: 20010db8000000000000000000000001
  • Umgekehrt: 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2
  • PTR-Query: 1.0.0.0...8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa

Verwendung: Mail-Server, Log-Analyse, Diagnose.

Kann ich NAT in IPv6 verwenden?

Theoretisch ja, praktisch nein.

IPv6 wurde ohne NAT entworfen:

  • Grund: Genug Adressen für alle Geräte
  • Vorteil: Ende-zu-Ende-Kommunikation
  • Standard: Jedes Gerät hat eigene öffentliche Adresse

Ausnahmen:

  • NPTv6: Network Prefix Translation (RFC 6296)
  • NAT64: Für IPv6-zu-IPv4-Kommunikation
  • 464XLAT: In Mobilfunknetzen

Firewall statt NAT: Moderne IPv6-Firewalls filtern eingehende Verbindungen – Sicherheit ohne NAT.

Was ist der Unterschied zwischen Link-Local und ULA?
MerkmalLink-LocalULA
Bereichfe80::/10fc00::/7
Gültig inNur lokalem SegmentIm gesamten Netz
RoutingNein (nur Link)Ja (im eigenen Netz)
AutomatischJa (immer vorhanden)Nein (manuell)
Nötig fürNDP, Router DiscoveryInterne Kommunikation

Link-Local (fe80::/10):

  • Jede IPv6-Schnittstelle hat automatisch eine
  • Wird für Neighbor Discovery Protocol (NDP) verwendet
  • Nicht routbar – bleibt im lokalen Segment

ULA (fc00::/7):

  • Manuell konfiguriert (Global ID + Subnetz)
  • Im gesamten eigenen Netz routbar
  • Stabil, unabhängig vom ISP

Zusammen: Link-Local für Automatik, ULA für interne Dienste, GUA für Internet.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte

  • IPv6: 128 Bit, 8 Hextetts, Hexadezimal-Schreibweise
  • /64: Standard-Subnetzgröße für SLAAC
  • /48: Typische ISP-Zuweisung → 65.536 /64-Subnetze
  • Adresstypen: GUA (2000::/3), ULA (fc00::/7), Link-Local (fe80::/10)
  • Komprimierung: :: für Null-Gruppen (nur einmal)
  • Reverse-DNS: ip6.arpa mit 32 Nibbles
  • Kein NAT: Ende-zu-Ende-Kommunikation
  • Dual-Addressing: ULA + GUA parallel
  • SLAAC: Automatische Konfiguration ohne DHCP
  • Unser Tool: IPv6-Rechner mit Analyse, Subnetting und Reverse-DNS

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