IPv4 Subnetting Calculator

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IPv4 Subnetting Calculator

Der umfassende IPv4-Rechner für alle Adressen: Subnetzmaske, Netzwerkadresse, Broadcast, Host-Bereich, Wildcard-Maske, VLSM und Subnetz-Aufteilung – mit 32-Bit-Visualisierung.

CIDR /8 – /32 Wildcard VLSM Subnetz-Aufteilung 32-Bit Visual

Hinweis: Alle Berechnungen erfolgen lokal in deinem Browser. Dieses Tool arbeitet mit allen IPv4-Adressen – öffentlich, privat, Multicast, reserviert. Für private Netzwerke nach RFC 1918 nutze das Private IPv4 Subnetting.

Inhaltsverzeichnis

Schnellübersicht

  • Subnetz-Rechner: Beliebige IPv4-Netze berechnen
  • VLSM-Planer: Subnetze nach Host-Bedarf aufteilen
  • Subnetz-Aufteilung: Netz in gleiche Subnetze teilen
  • Wildcard-Maske: Für ACLs und Firewall-Regeln
  • Bit-Visualisierung: 32 Bit in 4 Oktetten
  • Adressklassen: A/B/C/D/E-Erkennung
  • Theorie: Subnetting, CIDR, VLSM
  • Geschichte: Von Classful zu CIDR
  • FAQ: Häufige Fragen zum Subnetting

1. IPv4 Subnetting-Rechner

Gib eine IPv4-Adresse und die Subnetzmaske (CIDR) ein – die Berechnung erfolgt sofort.

Beliebige IPv4-Adresse
Subnetzmaske (0 – 32)
Wird automatisch berechnet
32-Bit Visualisierung
Netzwerkanteil (fix) Hostanteil (variabel)
Detaillierte Informationen
Wichtige RFCs & Standards
RFC 791
IPv4

Internet Protocol – definiert IPv4-Adressen und Subnetting

RFC 950
Subnetting

Internet Standard Subnetting Procedure

RFC 1519
CIDR

Classless Inter-Domain Routing – ersetzt Klassen

RFC 1918
Private IPs

10/8, 172.16/12, 192.168/16 – private Bereiche

RFC 3021
/31

Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit 2 Hosts

RFC 4632
CIDR Update

Classless Inter-Domain Routing (CIDR) – aktualisiert

2. Über IPv4-Subnetting

Subnetting ist die Kunst, ein Netzwerk in kleinere, logische Einheiten aufzuteilen.

Was ist Subnetting?

Subnetting teilt ein Netzwerk in kleinere Subnetze auf:

  • Netzwerk-ID: Erste Adresse (fix)
  • Broadcast: Letzte Adresse (fix)
  • Host-Bereich: Nutzbare Adressen dazwischen
  • Subnetzmaske: Trennt Netz-/Hostanteil
192.168.1.0/24 → 254 nutzbare Hosts

CIDR-Notation

CIDR (Classless Inter-Domain Routing) ersetzt die alten Klassen:

  • /8: 255.0.0.0 → 16.777.214 Hosts
  • /16: 255.255.0.0 → 65.534 Hosts
  • /24: 255.255.255.0 → 254 Hosts
  • /30: 255.255.255.252 → 2 Hosts
Je höher die Zahl, desto kleiner das Netz

Wildcard-Maske

Die Wildcard-Maske ist die Umkehrung der Subnetzmaske:

  • Subnetzmaske: 1 = Netzwerk, 0 = Host
  • Wildcard: 0 = fix, 1 = variabel
  • Verwendung: ACLs, Firewall, Cisco
  • Berechnung: 255.255.255.0 → 0.0.0.255
192.168.1.0 0.0.0.255 = ganzes /24

VLSM

VLSM (Variable Length Subnet Masking) ermöglicht Subnetze mit unterschiedlich großen Masken:

  • Abteilung A: 100 Hosts → /25 (126)
  • Abteilung B: 50 Hosts → /26 (62)
  • Router-Link: 2 Hosts → /30 (2)
  • Vorteil: Keine Verschwendung
Ohne VLSM: alle Subnetze gleich groß

Wussten Sie schon?

Die Subnetzmaske 255.255.255.0 hat 24 Einsen gefolgt von 8 Nullen – daher /24. Die Berechnung ist einfach: Host-Bits = 32 − Präfix. Bei /24 sind das 8 Host-Bits → 2⁸ = 256 Adressen, minus 2 (Netz + Broadcast) = 254 nutzbare Hosts.

3. Geschichte des IPv4-Subnettings

Von festen Klassen zu CIDR und VLSM.

1981

RFC 791 – IPv4

IPv4 wird im RFC 791 standardisiert. Ursprünglich in festen Klassen (A, B, C) organisiert. Der Adressraum umfasst ca. 4,3 Milliarden Adressen.

1985

RFC 950 – Subnetting

Subnetting wird eingeführt. Netzwerke können nun intern in kleinere Subnetze aufgeteilt werden – eine wichtige Voraussetzung für effiziente IP-Nutzung.

1993

RFC 1519 – CIDR

Classless Inter-Domain Routing ersetzt die alten Klassen. Adressen können nun flexibel aufgeteilt werden (z.B. /25, /26, /27). Dies verlangsamte die Erschöpfung des IPv4-Adressraums erheblich.

1994

RFC 1631 – NAT

Network Address Translation (NAT) wird standardisiert. Mehrere Geräte können sich eine öffentliche IP teilen – Voraussetzung für den breiten Internetzugang.

1996

RFC 1918 – Private IPs

RFC 1918 definiert die drei privaten Bereiche: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Diese Adressen werden bis heute verwendet.

1998

VLSM & Router

VLSM (Variable Length Subnet Masking) setzt sich durch. Router unterstützen nun Routing-Protokolle (OSPF, EIGRP), die VLSM übertragen können.

2011

IPv4-Adressen erschöpft

IANA vergibt die letzten /8-Blöcke. Die regionale Vergabestelle ARIN und andere RIRs erschöpfen ihre Vorräte. IPv6 wird dringend empfohlen.

Heute

IPv4 & IPv6 parallel

IPv4 wird weiterhin intensiv genutzt, besonders in privaten Netzwerken. IPv6 wird parallel ausgerollt. Dual-Stack (beide Protokolle gleichzeitig) ist Standard in modernen Netzwerken.

Wussten Sie schon?

Die Erfinder von IPv4 dachten, 4,3 Milliarden Adressen würden für immer reichen. 1981 gab es weltweit nur etwa 200 Computer im Internet. Heute sind es über 20 Milliarden Geräte. Subnetting, NAT und CIDR haben die Erschöpfung um Jahrzehnte verzögert.

4. FAQ – Häufige Fragen

Häufige Fragen zum IPv4-Subnetting

Wie berechne ich die Anzahl der Hosts?

Formel: Anzahl Hosts = 2(32 - Präfix) − 2

  • 2 Adressen abziehen: Netzwerk-ID + Broadcast
  • /24: 2⁸ − 2 = 254 Hosts
  • /25: 2⁷ − 2 = 126 Hosts
  • /26: 2⁶ − 2 = 62 Hosts
  • /27: 2⁵ − 2 = 30 Hosts
  • /28: 2⁴ − 2 = 14 Hosts
  • /29: 2³ − 2 = 6 Hosts
  • /30: 2² − 2 = 2 Hosts (Router-Links)
  • /31: 2¹ − 0 = 2 Hosts (RFC 3021, Punkt-zu-Punkt)
  • /32: 2⁰ = 1 Host (Einzeladresse)
Was ist der Unterschied zwischen Subnetzmaske und Wildcard-Maske?

Die beiden Masken sind komplementär zueinander:

Subnetzmaske Wildcard-Maske
255.255.255.0 (/24) 0.0.0.255
255.255.0.0 (/16) 0.0.255.255
255.255.255.128 (/25) 0.0.0.127
255.255.255.192 (/26) 0.0.0.63

Subnetzmaske: 1 = Netzwerkanteil, 0 = Hostanteil

Wildcard: 0 = fix, 1 = variabel (für ACLs)

Beispiel ACL: permit 192.168.1.0 0.0.0.255 → erlaubt alle Hosts im /24

Was ist VLSM und wann nutze ich es?

VLSM (Variable Length Subnet Masking) ermöglicht Subnetze mit unterschiedlich großen Masken.

Beispiel-Szenario:

  • Abteilung A: 100 Hosts → /25 (126 Hosts)
  • Abteilung B: 50 Hosts → /26 (62 Hosts)
  • Abteilung C: 20 Hosts → /27 (30 Hosts)
  • Router-Links: 2 Hosts → /30 (2 Hosts)

Vorteil: Keine Verschwendung von IP-Adressen. Ohne VLSM müssten alle Subnetze gleich groß sein.

Voraussetzung: Routing-Protokolle müssen VLSM unterstützen (OSPF, EIGRP, RIPv2, BGP). RIPv1 kann kein VLSM!

Was passiert mit den reservierten Adressen (Netzwerk, Broadcast)?

In jedem Subnetz sind zwei Adressen reserviert:

  • Netzwerk-Adresse: Alle Host-Bits = 0 (z.B. 192.168.1.0)
  • Broadcast-Adresse: Alle Host-Bits = 1 (z.B. 192.168.1.255)

Diese beiden Adressen können nicht an Hosts vergeben werden. Der nutzbare Host-Bereich liegt dazwischen.

Ausnahmen:

  • /31: Nach RFC 3021 beide Adressen nutzbar (Punkt-zu-Punkt)
  • /32: Einzelne Host-Adresse (z.B. Loopback)
Was sind die Adressklassen A, B, C, D, E?

Die alten Adressklassen (vor CIDR):

Klasse Bereich Standard-Maske Verwendung
A 1.0.0.0 – 126.255.255.255 /8 Große Netzwerke
B 128.0.0.0 – 191.255.255.255 /16 Mittlere Netzwerke
C 192.0.0.0 – 223.255.255.255 /24 Kleine Netzwerke
D 224.0.0.0 – 239.255.255.255 – Multicast
E 240.0.0.0 – 255.255.255.255 – Reserviert

Wichtig: Mit CIDR sind die Klassen obsolet – jede Maske ist möglich. Die Klassen dienen nur noch zur groben Orientierung.

Wie teile ich ein /24 in vier /26 auf?

Ein /24 (256 Adressen) in vier /26 (je 64 Adressen):

Subnetz Netzwerk Host-Bereich Broadcast
1 192.168.1.0/26 .1 – .62 .63
2 192.168.1.64/26 .65 – .126 .127
3 192.168.1.128/26 .129 – .190 .191
4 192.168.1.192/26 .193 – .254 .255

Berechnung: 2^(26−24) = 2² = 4 Subnetze. Jedes Subnetz hat 2^(32−26) = 2⁶ = 64 Adressen, davon 62 nutzbare Hosts.

Was ist die Netzwerkadresse und wie berechne ich sie?

Die Netzwerkadresse ist die erste Adresse in einem Subnetz – alle Host-Bits sind 0.

Berechnung: IP-Adresse UND Subnetzmaske (bitweise)

Beispiel:

  • IP: 192.168.1.100
  • Maske: 255.255.255.0 (/24)
  • UND-Verknüpfung:
  • 192.168.1.100
  • 255.255.255.0
  • ─────────────
  • 192.168.1.0 ← Netzwerkadresse

Broadcast: Netzwerkadresse + alle Host-Bits auf 1 → 192.168.1.255

Kann ich dieses Tool auch für private IPs nutzen?

Ja! Dieser Rechner funktioniert mit allen IPv4-Adressen, einschließlich:

  • Private IPs: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12, 192.168.0.0/16
  • Öffentliche IPs: 8.8.8.0, 1.1.1.0, etc.
  • Multicast: 224.0.0.0/4
  • Loopback: 127.0.0.0/8
  • Link-Local: 169.254.0.0/16

Für private IPs speziell: Nutze das Private IPv4 Subnetting Tool mit zusätzlichen Warnungen und RFC 1918-Info.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte

  • Subnetting: Aufteilung eines Netzwerks in kleinere Subnetze
  • CIDR: Flexible Präfixe (/8 bis /32) statt starrer Klassen
  • Host-Formel: 2(32-Präfix) − 2 nutzbare Hosts
  • Netzwerk & Broadcast: Zwei reservierte Adressen pro Subnetz
  • Wildcard-Maske: Umkehrung der Subnetzmaske (für ACLs)
  • VLSM: Verschiedene Subnetzgrößen je nach Bedarf
  • Subnetz-Aufteilung: 2(neu−alt) Subnetze bei gleicher Größe
  • Adressklassen: A, B, C, D, E – mit CIDR obsolet
  • Unser Tool: Umfassender Rechner mit 3 Modi und Visualisierung

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