CIDR Calculator

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CIDR Calculator

Classless Inter-Domain Routing – IP + Präfix → Netzwerk, Broadcast, Hosts. Mit Route Aggregation, Subnetz-Aufteilung und CIDR-Tabelle.

CIDR Präfix Supernetting Route Aggregation Visualisierung

Hinweis: Alle Berechnungen erfolgen lokal in deinem Browser. CIDR ist in RFC 1519 definiert und ersetzt die alten Klassen (A, B, C) durch flexible Präfix-Längen.

Inhaltsverzeichnis

Schnellübersicht

  • CIDR-Rechner: IP + Präfix → Netzwerk, Broadcast, Hosts
  • CIDR ↔ Subnetzmaske: Bidirektionale Konvertierung
  • Route Aggregation: Mehrere Routen zu Supernet zusammenfassen
  • Subnetz-Aufteilung: Netz in gleiche Teile aufteilen
  • CIDR-Tabelle: Alle Präfixe von /8 bis /32
  • Bit-Visualisierung: Netz-/Hostanteil grafisch
  • Theorie: Über CIDR, Supernetting und Route Aggregation
  • FAQ: Häufige Fragen zu CIDR

1. CIDR-Rechner

Gib eine IP-Adresse und einen CIDR-Präfix ein – Netzwerk, Broadcast und Hosts werden berechnet.

IPv4-Adresse
/0 bis /32
Wird automatisch berechnet
Bit-Visualisierung
Netzwerkanteil (fix)
Hostanteil (variabel)
Detaillierte Informationen
Was ist CIDR?

CIDR erklärt

CIDR (Classless Inter-Domain Routing) ersetzt die alten IP-Klassen:

  • RFC 1519: Definiert CIDR (1993)
  • Flexibel: Beliebige Präfix-Längen
  • Effizient: Keine Verschwendung
  • Skalierbar: Route Aggregation möglich
192.168.1.0/24 statt Klasse C

Warum CIDR?

Ohne CIDR (classful) gab es nur 3 Netzgrößen:

  • Klasse A: /8 (16,7 Mio. Hosts)
  • Klasse B: /16 (65.534 Hosts)
  • Klasse C: /24 (254 Hosts)
  • Problem: Verschwendung & Erschöpfung
CIDR: /22, /23, /25, /26, ... beliebig

Route Aggregation

Supernetting fasst mehrere Routen zusammen:

  • 192.168.0.0/24
  • 192.168.1.0/24
  • 192.168.2.0/24
  • 192.168.3.0/24
→ 192.168.0.0/22 (eine Route)

Best Practices

  • Aggregation: Routen zusammenfassen
  • Ausrichtung: An Blockgrenzen
  • Dokumentation: IP-Plan schriftlich
  • Reserven: 20-30% Puffer
  • Loopbacks: /32 für Router-IDs
  • P2P-Links: /30 oder /31
/22 aggregiert 4× /24

Wussten Sie schon?

CIDR wurde 1993 als RFC 1519 veröffentlicht – als Reaktion auf die drohende Erschöpfung des IPv4-Adressraums. Vor CIDR mussten Unternehmen ganze Klasse-B-Netze (/16) beantragen, auch wenn sie nur wenige hundert Hosts hatten. Mit CIDR können sie exakt passende Präfixe wie /22 oder /23 erhalten.

2. Geschichte von CIDR

Von festen Klassen zu flexiblen Präfixen.

1981

RFC 791 – IPv4 Classful

IPv4 wird mit festen Klassen (A, B, C) definiert. Klasse A hat /8, B /16, C /24 – keine Zwischengrößen möglich.

1985

RFC 950 – Subnetting

Subnetting wird eingeführt. Netzwerke können intern aufgeteilt werden, aber die Klasse bleibt fix. Das Problem der Verschwendung bleibt.

1992

Adressknappheit

Der IPv4-Adressraum wird knapp. Prognosen sagen eine Erschöpfung bis 1994 voraus. Dringende Lösungen sind nötig.

1993

RFC 1519 – CIDR

Classless Inter-Domain Routing wird veröffentlicht. Präfixe können beliebig lang sein. Dies verlangsamt die Erschöpfung erheblich.

1994

CIDR im Internet

ISPs beginnen, CIDR-Blöcke an Kunden zu vergeben. BGP unterstützt CIDR – Routing-Tabellen können aggregiert werden.

2000er

CIDR Standard

CIDR ist Standard in jedem IP-Netzwerk. VLSM baut auf CIDR auf. Ohne CIDR hätte IPv4 viel früher erschöpft sein müssen.

Heute

CIDR & IPv6

CIDR-Notation gilt auch für IPv6 (z.B. 2001:db8::/32). IPv6 verwendet meist /48, /56 oder /64 pro Kunde – alles mit CIDR.

3. FAQ – Häufige Fragen

Häufige Fragen zu CIDR

Was ist CIDR und warum brauche ich es?

CIDR (Classless Inter-Domain Routing) ist eine Methode zur flexiblen IP-Adressvergabe:

  • Classful (alt): Nur /8, /16, /24 möglich
  • CIDR (neu): Beliebige Präfixe wie /22, /25, /26

Vorteile:

  • Effizienz: Keine Verschwendung von Adressen
  • Route Aggregation: Routen zusammenfassen
  • Skalierung: Routingtabelle bleibt klein
  • Flexibilität: Passende Größe für jeden Bedarf

Beispiel: 500 Hosts werden mit /23 (510 Hosts) statt /16 (65.534) versorgt – 99% Adressen gespart!

Wie berechne ich die Anzahl der Hosts?

Formel: Anzahl Hosts = 2(32 - Präfix) − 2

PräfixHostsMaske
/221022255.255.252.0
/23510255.255.254.0
/24254255.255.255.0
/25126255.255.255.128
/2662255.255.255.192
/2730255.255.255.224
/302255.255.255.252
/312255.255.255.254 (RFC 3021)

Ausnahme: /31 nach RFC 3021 hat 2 nutzbare Adressen ohne Broadcast (für P2P-Links).

Was ist Route Aggregation?

Route Aggregation (Supernetting) fasst mehrere Routen zu einer zusammen:

  • 192.168.0.0/24
  • 192.168.1.0/24
  • 192.168.2.0/24
  • 192.168.3.0/24

Alle vier haben gemeinsam den Präfix 192.168.0.0/22.

Voraussetzungen:

  • Adressen müssen zusammenhängend sein
  • Sie müssen an Blockgrenzen ausgerichtet sein
  • Anzahl muss Zweierpotenz sein (2, 4, 8, 16, ...)

Vorteil: Kleinere Routing-Tabellen, schnellere Konvergenz.

Was ist der Unterschied zwischen CIDR und VLSM?
MerkmalCIDRVLSM
EbeneZwischen NetzenInnerhalb eines Netzes
ZielRouten aggregierenSubnetze aufteilen
RFCRFC 1519RFC 1009
RichtungZusammenfassen (nach oben)Aufteilen (nach unten)
Beispiel4× /24 → /22/24 → 4× /26

Zusammenhang: Beide nutzen die CIDR-Notation (/22, /26, etc.) und sind komplementär. VLSM nutzt CIDR-Präfixe für die Subnetz-Beschreibung.

Welche Präfixe sind für was üblich?

Typische Verwendung:

PräfixHostsVerwendung
/321Loopback, Host-Route
/312P2P-Links (RFC 3021)
/302Router-zu-Router
/296Kleines Team
/2814Kleine Abteilung
/2730Abteilung
/2662Größere Abteilung
/25126Abteilung
/24254Standard-Netzwerk
/23510Große Abteilung
/221022Standort
/1665534Großes Unternehmen
/816,7 Mio.ISP / Riesenunternehmen
Was ist eine Wildcard-Maske?

Die Wildcard-Maske ist die Inverse der Subnetzmaske:

  • Subnetzmaske: 255.255.255.0 → 11111111.11111111.11111111.00000000
  • Wildcard: 0.0.0.255 → 00000000.00000000.00000000.11111111

Verwendung:

  • ACLs: Cisco-Zugriffslisten
  • OSPF: Wildcard in Netzwerk-Anweisungen
  • EIGRP: Netzwerk-Konfiguration

Formel: Wildcard = 255.255.255.255 − Subnetzmaske

Unser CIDR-Rechner zeigt die Wildcard automatisch an!

Was ist ein Supernet?

Ein Supernet ist die Zusammenfassung mehrerer Subnetze zu einem größeren Netz:

Beispiel:

  • 192.168.0.0/24 (Subnetz 0)
  • 192.168.1.0/24 (Subnetz 1)
  • 192.168.2.0/24 (Subnetz 2)
  • 192.168.3.0/24 (Subnetz 3)

Supernet: 192.168.0.0/22

Vorteile:

  • Kleinere Routing-Tabellen
  • Schnellere Konvergenz
  • Bessere Skalierung

Nachteil: Geht nur, wenn Adressen zusammenhängend und ausgerichtet sind.

Gilt CIDR auch für IPv6?

Ja! CIDR-Notation wird auch für IPv6 verwendet:

  • IPv4: 192.168.1.0/24
  • IPv6: 2001:db8:abcd::/48

Typische IPv6-Präfixe:

PräfixVerwendung
/32ISP / RIR-Zuweisung
/48Unternehmen / Standort
/56Kleines Unternehmen
/64Standard-Subnetz (SLAAC)
/128Einzelner Host (wie /32)

Unterschied: In IPv6 ist /64 der Standard für Subnetze – CIDR wird meist nur für die Aggregation auf ISP-Ebene verwendet.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte

  • CIDR: Classless Inter-Domain Routing (RFC 1519)
  • Präfix: Beliebige Länge (nicht nur /8, /16, /24)
  • Host-Formel: 2(32-Präfix) − 2 nutzbare Hosts
  • Route Aggregation: Mehrere Routen zu Supernet zusammenfassen
  • Voraussetzung: Adressen zusammenhängend und ausgerichtet
  • Wildcard-Maske: 255.255.255.255 − Subnetzmaske
  • VLSM: Baut auf CIDR auf (RFC 1009)
  • IPv6: Verwendet ebenfalls CIDR-Notation
  • Unser Tool: CIDR-Rechner mit Aggregation und Subnetz-Aufteilung

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