DNS Lookup Tool
DNS Lookup Tool
Führe DNS-Abfragen über DNS-over-HTTPS (Google) durch – A, AAAA, MX, NS, TXT, CNAME, SOA und PTR (Reverse). Mit DNS-Header-Analyse und DNSSEC-Hinweisen.
Hinweis: Dieses Tool verwendet DNS-over-HTTPS (Google Public DNS) für Live-Abfragen. Deine Anfragen werden an dns.google gesendet. Alle Berechnungen erfolgen direkt in deinem Browser – es werden keine Daten auf unseren Servern gespeichert.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
- DNS-Forward-Lookup: A, AAAA, MX, NS, TXT, CNAME, SOA, CAA
- Reverse-Lookup: PTR-Abfragen für IPv4/IPv6
- Alle Records: Umfassende Abfrage aller wichtigen Typen
- DNS-Header-Analyse: Status, RCODE, Flags
- DNS-over-HTTPS: Live-Abfragen via Google DNS
- Theorie: Über DNS, Records und Auflösung
- Geschichte: Von HOSTS.TXT zu DNSSEC
- FAQ: Häufige Fragen zu DNS
1. DNS-Abfrage
Gib einen Hostnamen oder eine IP-Adresse ein und wähle den Record-Typ.
DNS-Auflösung
DNS (Domain Name System) übersetzt Namen in IP-Adressen:
- Forward: Name → IP
- Reverse: IP → Name
- Hierarchisch: Root → TLD → Domain
- Verteilt: Millionen von Servern
Record-Typen
Die wichtigsten DNS-Records:
- A: IPv4-Adresse
- AAAA: IPv6-Adresse
- MX: Mail-Server
- NS: Nameserver
- TXT: Text (SPF, DKIM)
- CNAME: Alias
- PTR: Reverse-Lookup
- SOA: Zonen-Info
DNS-over-HTTPS
DoH verschlüsselt DNS-Anfragen:
- HTTPS: Port 443
- Verschlüsselt: Wie Web-Traffic
- Privatsphäre: Kein Mitschneiden
- Provider: Google, Cloudflare, Quad9
DNS-Debugging
Diese Tools helfen beim Debugging:
- dig: Linux/macOS CLI
- nslookup: Windows CLI
- host: Einfacher Lookup
- DNS-Checker: Online-Tools
- MXToolbox: Für Mail-Diagnose
2. Theorie – DNS und Auflösung
Verstehe, wie DNS funktioniert und welche Records es gibt.
DNS-Hierarchie
Das DNS ist hierarchisch aufgebaut:
- Root (.) – 13 Root-Server
- TLD (.com, .de) – Top-Level-Domain
- Second-Level (example)
- Subdomain (www)
TTL & Caching
TTL (Time To Live) steuert das Caching:
- Sekunden: Wie lange cachen
- Kurz: 300s (5 Min) für dynamische
- Lang: 86400s (24h) für statische
- Resolver: Cache beschleunigt Anfragen
DNSSEC
DNSSEC sichert DNS-Antworten:
- Signatur: RRSIG pro Record-Set
- Public Key: DNSKEY in der Zone
- Delegation: DS-Record beim Parent
- Chain of Trust: Root → TLD → Domain
Best Practices
- Zwei NS: Mindestens zwei Nameserver
- TTL planen: Vor Änderungen senken
- SPF/DKIM: TXT-Records für Mail
- CAA: Zertifizierungsstellen einschränken
- DNSSEC: Signieren für Sicherheit
- Monitoring: DNS-Ausfälle überwachen
Wussten Sie schon?
DNS-Anfragen sind normalerweise unverschlüsselt (UDP Port 53) – jeder im Netzwerk kann mitlesen, welche Domains du besuchst. DNS-over-HTTPS (DoH) und DNS-over-TLS (DoT) verschlüsseln die Anfragen. Google, Cloudflare und Quad9 bieten öffentliche DoH-Resolver an. Dieses Tool nutzt DoH für deine Anfragen.
3. Geschichte des DNS
Von HOSTS.TXT zu DNSSEC und DoH.
HOSTS.TXT
Das ARPANET nutzt eine zentrale Datei (HOSTS.TXT) beim Stanford Research Institute, um alle Computer-Namen und IP-Adressen zu verwalten. Jede Änderung muss manuell verteilt werden.
RFC 882/883 – DNS
Paul Mockapetris entwickelt das Domain Name System. Es ist dezentral, hierarchisch und skalierbar. RFC 882 und RFC 883 beschreiben die Architektur.
Erste Root-Server
Die ersten DNS-Root-Server gehen online. Sie verwalten die Root-Zone und delegieren TLDs. Heute gibt es 13 Root-Server (A-M), verteilt über die Welt.
RFC 1034/1035 – DNS-Standard
RFC 1034 (Konzepte) und RFC 1035 (Implementierung) werden veröffentlicht. Sie definieren das DNS-Format, die Record-Typen (A, MX, NS, etc.) und die Auflösung.
DNSSEC (RFC 2065)
DNSSEC wird als RFC 2065 eingeführt. Es ermöglicht die kryptographische Signatur von DNS-Daten. Die Einführung dauert Jahrzehnte – erst 2010 wird die Root-Zone signiert.
Root-Zone signiert
Die DNS-Root-Zone wird mit DNSSEC signiert. Dies ist der letzte Schritt zur vollständigen Vertrauenskette. DNSSEC ist damit global einsatzbereit.
DNS-over-HTTPS (DoH)
RFC 8484 standardisiert DNS-over-HTTPS. Google und Cloudflare bieten öffentliche DoH-Resolver. Firefox und Chrome aktivieren DoH standardmäßig – mehr Privatsphäre.
DNS in der Cloud
Cloud-DNS (Route 53, Cloudflare DNS, Google Cloud DNS) dominiert. Anycast-Routing, DDoS-Schutz und Geo-Load-Balancing sind Standard. DoH/DoT werden immer wichtiger.
4. FAQ – Häufige Fragen
Häufige Fragen zu DNS
Beide Records verweisen auf IP-Adressen, aber unterschiedliche Versionen:
| Record | Bedeutung | Format |
|---|---|---|
| A | IPv4-Adresse | 192.168.1.1 |
| AAAA | IPv6-Adresse | 2001:db8::1 |
Warum "AAAA"?
- IPv6-Adressen sind 4× größer als IPv4 (128 vs 32 Bit)
- Historisch: "A" für Adresse, "AAAA" für die vierfache Länge
Dual-Stack: Moderne Domains haben oft beide Records – Clients wählen automatisch.
Der MX-Record (Mail Exchange) zeigt an, welche Server E-Mails für eine Domain annehmen:
- Priorität: Kleinere Zahl = höhere Priorität
- Ziel: Hostname des Mail-Servers
- Mehrere MX: Für Redundanz und Lastverteilung
Beispiel:
10 mail1.example.com(primär)20 mail2.example.com(backup)
Wichtig: MX-Records dürfen nicht auf CNAMEs verweisen – nur auf A/AAAA.
PTR (Pointer) ist der Gegenteil eines A-Records – IP → Hostname:
- Forward: example.com → 192.0.2.1 (A)
- Reverse: 192.0.2.1 → example.com (PTR)
Reverse-Zone:
- IPv4:
in-addr.arpa - IPv6:
ip6.arpa
Beispiel:
- IP:
192.0.2.1 - PTR-Query:
1.2.0.192.in-addr.arpa
Verwendung: Mail-Server prüfen oft PTR, um Spam zu filtern. Fehlender oder falscher PTR = höhere Spam-Wahrscheinlichkeit.
TXT-Records enthalten Text-Informationen – vielseitig einsetzbar:
- SPF: Erlaubte Mail-Sender
- DKIM: Mail-Signaturschlüssel
- DMARC: Mail-Policy
- Domain-Verifizierung: Google, Microsoft
- Allgemeine Infos: Kontakt, Hinweise
Beispiel SPF:
v=spf1 include:_spf.google.com ~all
Wichtig: Nur ein SPF-Record pro Domain! Mehrere TXT-Records sind möglich.
TTL (Time To Live) bestimmt, wie lange ein DNS-Record gecacht werden darf:
| TTL | Dauer | Verwendung |
|---|---|---|
| 300 | 5 Minuten | Dynamische Dienste, Failover |
| 3600 | 1 Stunde | Standard |
| 86400 | 24 Stunden | Statische Einträge |
| 604800 | 1 Woche | NS-Records |
Best Practice:
- Kurze TTL: Bei geplanten Änderungen (5 Min)
- Lange TTL: Für stabile Records (24h)
- Vor Migration: TTL 1-2 Tage vorher senken!
DNSSEC (DNS Security Extensions) signiert DNS-Antworten kryptographisch:
- RRSIG: Signatur eines Record-Sets
- DNSKEY: Public Key der Zone
- DS: Delegation-Signatur beim Parent
- NSEC/NSEC3: Beweis der Nicht-Existenz
Chain of Trust:
- Root-Zone signiert TLD
- TLD signiert Domain
- Domain signiert Records
Vorteil: Schutz vor DNS-Spoofing (Cache Poisoning).
Nachteil: Komplex, viele Domains sind nicht signiert.
DoH verschlüsselt DNS-Anfragen über HTTPS:
- Standard: RFC 8484
- Port: 443 (wie HTTPS)
- Verschlüsselt: Wie Web-Traffic
- Privatsphäre: ISP kann DNS nicht mitlesen
Anbieter:
- Google: https://dns.google/dns-query
- Cloudflare: https://cloudflare-dns.com/dns-query
- Quad9: https://dns.quad9.net/dns-query
Nachteil: Zentralisierung – alle Anfragen laufen über wenige Anbieter.
DNS-Caching reduziert Last und Latenz:
- Root-Server: Würden überlastet ohne Caching
- Latenz: 1ms aus Cache vs. 100ms Neu-Abfrage
- Bandbreite: Deutlich weniger Traffic
Cache-Hierarchie:
- Browser-Cache: 1-5 Min
- OS-Cache: Minuten bis Stunden
- Resolver-Cache: TTL-abhängig
Cache leeren:
- Windows:
ipconfig /flushdns - Linux:
systemd-resolve --flush-caches - macOS:
sudo dscacheutil -flushcache
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- DNS: Domain Name System – übersetzt Namen ↔ IP
- Forward: Name → IP (A, AAAA)
- Reverse: IP → Name (PTR)
- Wichtige Records: A, AAAA, MX, NS, TXT, CNAME, SOA, PTR
- TTL: Cache-Dauer in Sekunden
- DNSSEC: Signierte DNS-Antworten
- DoH: Verschlüsseltes DNS über HTTPS
- Hierarchie: Root → TLD → Domain → Subdomain
- Unser Tool: DNS-Lookup mit Live-Abfragen via DoH
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