Passwort-Generator
Passwort-Generator
Generiere kryptographisch sichere Passwörter, Passphrasen und PINs. Mit Entropie-Berechnung, Passwort-Stärke-Analyse und Batch-Modus.
Sicherheit: Alle Passwörter werden lokal in deinem Browser mit crypto.getRandomValues() generiert – keine Übertragung, kein Server, keine Speicherung. Zufälligkeit entspricht kryptographischen Standards.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
- Passwort-Modus: Zeichen-basiert mit A-Z, a-z, 0-9, Symbolen
- Passphrase-Modus: Wort-basiert (Diceware-Stil)
- PIN-Modus: Numerische PINs für Karten und Geräte
- Stärke-Analyse: Entropie in Bits + Knackzeit
- Batch-Modus: Mehrere Passwörter auf einmal
- Eigene Zeichen: Ausschluss mehrdeutiger Zeichen möglich
- Theorie: Über Entropie und Passwort-Sicherheit
- FAQ: Häufige Fragen zu sicheren Passwörtern
1. Passwort-Generator
Wähle einen Modus und konfiguriere deine Einstellungen – das Passwort wird sofort generiert.
Wichtig: 2-Faktor-Authentifizierung (2FA)
Selbst das sicherste Passwort kann gestohlen werden. Aktiviere immer 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung), wenn verfügbar:
- TOTP-Apps: Google Authenticator, Authy, FreeOTP
- Hardware-Schlüssel: YubiKey, Nitrokey (sicherste Option)
- SMS: Besser als nichts, aber nicht ideal (SIM-Swap)
- Backup-Codes: Ausdrucken und sicher aufbewahren!
2. Theorie – Passwort-Sicherheit
Verstehe die Grundlagen von Passwort-Entropie und Sicherheit.
Was ist Entropie?
Entropie misst die Zufälligkeit eines Passworts in Bits:
- Formel: log₂(Zeichensatz^Länge)
- Beispiel: 20 Zeichen × 95 Zeichen = ~131 Bit
- Je mehr Bits: desto schwerer zu knacken
- 80 Bit: Heute als sicher angesehen
Knackzeiten
Wie lange braucht ein Angreifer mit moderner Hardware (10 Mrd. Versuche/s)?
| Entropie | Zeit |
|---|---|
| < 40 Bit | Sekunden |
| 50 Bit | Stunden |
| 60 Bit | Monate |
| 80 Bit | Millionen Jahre |
| 100 Bit | Universumsalter |
| > 128 Bit | Praktisch unknackbar |
Passphrasen (Diceware)
Diceware nutzt zufällige Wörter statt Zeichen:
- Wortliste: 7.776 Wörter (12,9 Bit/Wort)
- 5 Wörter: ~64 Bit Entropie
- 6 Wörter: ~77 Bit Entropie
- 7 Wörter: ~90 Bit Entropie
Vorteil: Leichter zu merken als zufällige Zeichen!
Best Practices
- Einzigartig: Pro Dienst ein anderes Passwort
- Lang: Mindestens 16 Zeichen für wichtige Konten
- Passwort-Manager: Nutze einen sicheren Manager
- 2FA: Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Keine Muster: Keine Wörter, Namen, Daten
- Regelmäßig wechseln: Nur bei Verdacht auf Kompromittierung
Wussten Sie schon?
Das beliebteste Passwort ist seit Jahren "123456". Ein moderner Computer kann es in unter einer Millisekunde knacken. Aber auch "Passwort123!" ist unsicher: Es hat nur ~30 Bit Entropie und fällt in Sekunden. Die Regel ist einfach: Je länger, desto besser – bei gleicher Entropie ist ein 20-Zeichen-Passwort mit Kleinbuchstaben sicherer als ein 8-Zeichen-Passwort mit allen Zeichensätzen.
3. Geschichte der Passwörter
Von antiken Passwörtern zu modernen Passwort-Managern.
Erste Passwörter
Schon in der Antike wurden Passwörter (Watchwords) für militärische Zwecke genutzt. Römische Soldaten nutzten Passwörter zur Identifikation.
Erstes Computer-Passwort
Fernando Corbató am MIT führte das erste Computer-Passwort ein. Ziel: Zeit-sharing zwischen Forschern. Bereits nach kurzer Zeit wurden Passwörter geteilt.
Erste Verschlüsselung
Unix führt crypt() ein – Passwörter werden nicht mehr im Klartext gespeichert. Erste Hashing-Verfahren (DES-basiert).
Passwort-Manager
Erste Passwort-Manager entstehen. Bruce Schneier veröffentlicht Password Safe (Open Source). Verwaltung vieler Passwörter wird möglich.
GPU-Cracking
Moderne GPUs knacken Milliarden Passwörter pro Sekunde. Schwache Passwörter werden in Sekunden gebrochen. Entropie wird zum entscheidenden Faktor.
2FA wird Standard
Zwei-Faktor-Authentifizierung wird bei Google, Microsoft und vielen anderen Diensten Standard. TOTP-Apps lösen SMS zunehmend ab.
Passkeys
FIDO2/WebAuthn und Passkeys kommen auf. Biometrie + Hardware-Schlüssel ersetzen Passwörter langfristig. Apple, Google, Microsoft unterstützen.
Passwortlose Zukunft
Passkeys ersetzen zunehmend Passwörter. Magic Links und OAuth verbreiten sich. Klassische Passwörter bleiben aber noch Jahre bestehen – mit sicheren Generatoren wie diesem!
4. FAQ – Häufige Fragen
Häufige Fragen zu Passwörtern
Die Länge ist der wichtigste Faktor für Sicherheit:
| Verwendung | Empfehlung |
|---|---|
| Wichtige Konten (Bank, E-Mail) | ≥ 16 Zeichen |
| Standard-Konten (Foren, Shops) | ≥ 12 Zeichen |
| Passphrasen | ≥ 5 Wörter |
| PINs | ≥ 6 Ziffern |
| Master-Passwort (Manager) | ≥ 20 Zeichen oder 7 Wörter |
Faustregel: Länge ist wichtiger als Komplexität! Ein 20-Zeichen-Passwort mit Kleinbuchstaben ist sicherer als ein 10-Zeichen-Passwort mit allen Zeichen.
Beide haben Vor- und Nachteile:
| Merkmal | Passwort | Passphrase |
|---|---|---|
| Merken | Schwer | Leicht |
| Tippen | Schnell | Langsam |
| Entropie/Wort | ~6 Bit/Zeichen | ~13 Bit/Wort |
| Kompatibilität | Überall | Manchmal limitiert |
| Empfehlung | Für Passwort-Manager | Für Master-Passwort |
Best Practice:
- Passphrase: Für das Master-Passwort (musst du merken!)
- Zufallspasswort: Für alle anderen Konten (im Manager gespeichert)
Ja, sehr sicher! Der Generator nutzt:
- crypto.getRandomValues(): Kryptographisch sicherer Zufall
- Lokal im Browser: Keine Übertragung zum Server
- Keine Speicherung: Passwörter werden nicht geloggt
- Open Source: Code kann geprüft werden
- Rejection Sampling: Keine Modulo-Bias
Gefahren:
- Browser-Erweiterungen: Könnten Passwörter auslesen
- Malware: Keylogger könnten Eingaben erfassen
- Inkognito-Modus: Nutzen für maximale Sicherheit
- Kopieren: Clipboard könnte von anderen Apps gelesen werden
Empfehlung: Für kritische Passwörter nutze einen Offline-Passwort-Manager (KeePassXC) mit lokalem Generator.
Zufall in der Informatik:
- PRNG: Pseudozufällig (Math.random) – vorhersagbar
- CSPRNG: Kryptographisch sicher (crypto.getRandomValues) – nicht vorhersagbar
- TRNG: Echter Zufall aus physikalischen Prozessen
Warum CSPRNG wichtig ist:
- PRNG: Kann mit genügend Ausgabe vorhergesagt werden
- CSPRNG: Auch bei langer Ausgabe nicht vorhersagbar
- Unterschied: Bei Passwörtern kritisch!
Unser Generator nutzt: crypto.getRandomValues() – CSPRNG-Standard, der auch für Verschlüsselung genutzt wird.
Moderne Empfehlung: Nur bei Bedarf!
- NIST 2017: Keine erzwungenen Wechsel mehr
- Grund: Häufige Wechsel führen zu schwächeren Passwörtern
- Nutzer: Hängen Zahlen an (Passwort1, Passwort2…)
- Ausnahmen: Nach Datenleck oder Verdacht
Wann wechseln:
- Sofort: Bei Datenleck des Dienstes
- Sofort: Bei Verdacht auf Kompromittierung
- Sofort: Bei Malware-Befall
- Sinnvoll: Nach Verlust eines Geräts
- Nicht mehr: Alle 90 Tage pauschal
Besser: Einzigartige Passwörter + 2FA + Passwort-Manager.
Ja, gut gewählte Passwort-Manager sind sehr sicher:
Vorteile:
- Einzigartige Passwörter: Pro Dienst ein anderes
- Starke Passwörter: 20+ Zeichen kein Problem
- Verschlüsselung: AES-256, Zero-Knowledge
- Synchronisation: Sicher über alle Geräte
- 2FA: Integriert
Empfehlungen:
- Open Source: Bitwarden, KeePassXC
- Kommerziell: 1Password, Dashlane
- Nicht: Browser-eigene Manager (weniger Features)
Wichtig: Master-Passwort stark und einzigartig, 2FA aktivieren, Notfall-Backup erstellen.
Passkeys sind der moderne Ersatz für Passwörter:
- FIDO2/WebAuthn: Standard für passwortlose Anmeldung
- Kryptographisch: Öffentlicher + privater Schlüssel
- Geräte-gebunden: Privater Schlüssel bleibt lokal
- Biometrie: Face ID, Touch ID, Windows Hello
- Phishing-sicher: Nicht übertragbar
Vorteile:
- Sicherer: Keine Passwörter zum Stehlen
- Einfacher: Kein Merken nötig
- Schneller: Biometrie statt Tippen
Nachteile:
- Geräte-Verlust: Backup nötig (iCloud, Google)
- Nicht überall: Support wächst langsam
- Sync: Zwischen Ökosystemen limitiert
Zukunft: Passkeys werden Passwörter langfristig ersetzen – aber noch Jahre Übergangszeit.
"Passwort123!" sieht komplex aus, ist aber sehr schwach:
- Wort: "Passwort" ist im Wörterbuch
- Zahlen: "123" ist typisches Muster
- Sonderzeichen: "!" ist häufigste Ergänzung
- Entropie: Nur ~30 Bit
- Crackzeit: Wenige Sekunden
Angreifer nutzen:
- Wörterbuch-Angriffe: Häufige Wörter + Varianten
- Regel-basiert: Ersetzungen (a→@, o→0)
- Rainbow-Tables: Vorgefertigte Hashes
- Credential-Stuffing: Geleakte Passwörter testen
Besser: 16+ zufällige Zeichen oder 5+ zufällige Wörter. Kaffee-Katze-Regenschirm-Berg-Tisch hat mehr Entropie und ist leichter zu merken.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- Länge: Wichtigster Faktor (mind. 16 Zeichen)
- Entropie: In Bits gemessen, ≥ 80 Bit empfohlen
- Passphrasen: 5+ Wörter, leichter zu merken
- Einzigartig: Pro Dienst ein anderes Passwort
- Passwort-Manager: Bitwarden, KeePassXC, 1Password
- 2FA: Immer aktivieren wenn möglich
- Nicht mehr: Alle 90 Tage pauschal wechseln
- Wohl: Bei Verdacht auf Kompromittierung
- Passkeys: Zukunft der Authentifizierung
- Unser Tool: Kryptographisch sichere Passwörter mit Entropie-Berechnung