Passwort-Stärke-Check

SICHERHEITS-TOOL

Passwort-Stärke-Check

Prüfe die Sicherheit deiner Passwörter mit Echtzeit-Analyse. Erhalte detaillierte Informationen über Länge, Komplexität, Entropie und geschätzte Crack-Zeit.

Echtzeit-Analyse Entropie-Berechnung Crack-Zeit Verbesserungsvorschläge

Hinweis: Alle Berechnungen und Verarbeitungen erfolgen lokal in Ihrem Browser. Es werden keine Eingaben oder Ergebnisse gespeichert oder an einen Server übertragen. Dieses Tool dient ausschließlich zu Demonstrations- und Lernzwecken.

Inhaltsverzeichnis

Schnellübersicht

Auf dieser Seite findest du:

  • Live-Check: Passwort eingeben und sofort analysieren
  • Stärke-Analyse: Entropie, Crack-Zeit und Score
  • Schwachstellen: Muster, häufige Passwörter, Sequenzen
  • Crack-Szenarien: Online, Offline, Distributed, Quantum
  • Theorie: Was macht ein Passwort sicher?
  • Häufige Passwörter: Die beliebtesten (und schlechtesten) Passwörter
  • FAQ: Häufige Fragen zur Passwort-Sicherheit

1. Passwort-Stärke prüfen

Gib ein Passwort ein und erhalte sofort eine detaillierte Analyse. Wichtig: Dein Passwort wird niemals an einen Server gesendet – die Analyse erfolgt 100% lokal in deinem Browser!

Passwort eingeben

Dein Passwort wird nicht gespeichert und nicht an einen Server gesendet.

Analyse-Ergebnis

  • Gib ein Passwort ein, um die Analyse zu starten

2. Crack-Zeit-Szenarien

Wie lange würde es dauern, dein Passwort zu knacken? Das hängt von der Angriffsmethode ab:

Geschätzte Crack-Zeit

Online-Angriff
100 Versuche/Minute (mit Lockout nach 5 Fehlversuchen)
Offline-Angriff
10 Mrd. Versuche/Sekunde (moderner GPU-Cluster)
Distributed
1 Billion Versuche/Sekunde (Botnetz/Cloud)
Quantencomputer
Theoretisch (Grover-Algorithmus, √N)

Was bedeuten diese Szenarien?

  • Online-Angriff: Angreifer probiert Passwörter über eine Webseite – meist durch Rate-Limits und CAPTCHAs limitiert
  • Offline-Angriff: Angreifer hat eine Passwort-Hash-Datenbank gestohlen und knackt sie lokal
  • Distributed: Viele Rechner arbeiten zusammen (Botnetz oder Cloud-Infrastruktur)
  • Quantencomputer: Theoretische Zukunft – Quantencomputer können bestimmte Probleme exponentiell schneller lösen

3. Theorie – Was macht ein Passwort sicher?

Die Sicherheit eines Passworts hängt von vier Hauptfaktoren ab:

Entropie

Die Entropie misst die "Zufälligkeit" eines Passworts in Bits. Je höher, desto sicherer.

E = L × log₂(R)

L = Länge, R = Zeichensatz-Größe

Keine Muster

Vermeide einfache Muster wie "123456", "qwerty", "password" oder Wiederholungen.

Beispiele: "aaaaaa", "abcabc", "111111" sind sehr unsicher.

Länge

Länge ist oft wichtiger als Komplexität. Jedes zusätzliche Zeichen verdoppelt die Sicherheit.

Empfehlung: Mindestens 12 Zeichen, besser 16+ für wichtige Konten.

Zeichenvielfalt

Nutze Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbole. Je größer der Zeichensatz, desto sicherer.

Zeichensätze: a-z (26), A-Z (26), 0-9 (10), Symbole (~32)

4. Passwort-Vergleichstabelle

Wie schneiden verschiedene Passwort-Typen im Vergleich ab?

Passwort-Typ Beispiel Entropie Crack-Zeit (Offline) Bewertung
Sehr schwach 123456 ~17 bit Sofort Schwach
Schwach password123 ~30 bit Sofort Schwach
Mittel Sommer2024! ~50 bit ~3 Stunden Mittel
Gut aB3$xY9!kL2@ ~79 bit ~20.000 Jahre Gut
Stark k9#mP2$xL7@qR4&v ~105 bit > Alter des Universums Stark
Sehr stark 20-stellig, alle Typen ~131 bit > Alter des Universums Sehr stark
Passphrase correct-horse-battery-staple ~52 bit ~50 Tage Mittel
Starke Passphrase 6 zufällige Wörter ~77 bit ~6.000 Jahre Gut

Fazit

Ein sicheres Passwort sollte mindestens 80+ Bits Entropie haben. Das entspricht etwa:

  • 16 Zeichen mit Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen
  • 20 Zeichen mit Groß-/Kleinbuchstaben und Zahlen
  • 6 zufällige Wörter aus einer großen Wortliste (Passphrase)

5. Die häufigsten (und schlechtesten) Passwörter

Diese Passwörter werden von Angreifern sofort ausprobiert. Wenn du eines davon verwendest – ändere es sofort!

Top 20 der schlechtesten Passwörter (2024)

Diese Passwörter werden in fast jedem Wörterbuch-Angriff verwendet und sind innerhalb von Sekunden geknackt:

123456 password 12345678 qwerty 123456789 12345 1234 111111 1234567 dragon 123123 baseball abc123 football monkey letmein shadow master 666666 qwertyuiop

Warum sind diese Passwörter so beliebt?

  • Einfach zu merken: Nutzer wählen bequeme Passwörter
  • Tastatur-Muster: "qwerty" liegt direkt auf der Tastatur
  • Sequenzen: "123456" ist die einfachste Zahlenfolge
  • Wiederholungen: "111111" ist schnell einzutippen
  • Popkultur: "dragon", "baseball", "football"

Regel: Wenn du dein Passwort in weniger als 5 Sekunden tippen kannst, ist es wahrscheinlich zu einfach!

6. FAQ – Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Passwort-Sicherheit

Was ist Entropie und warum ist sie wichtig?

Entropie ist ein Maß für die Zufälligkeit und damit für die Stärke eines Passworts. Sie wird in Bits gemessen.

Je höher die Entropie, desto mehr Kombinationen muss ein Angreifer durchprobieren:

  • 40 Bits: 1 Billion Kombinationen (~Sekunden)
  • 80 Bits: 1,2 × 10²⁴ Kombinationen (~Jahrhunderte)
  • 128 Bits: 3,4 × 10³⁸ Kombinationen (> Alter des Universums)

Die Entropie wird berechnet mit: E = L × log₂(R) (L = Länge, R = Zeichensatz).

Wie lange dauert es, mein Passwort zu knacken?

Die Zeit hängt von der Entropie und der Rechenleistung des Angreifers ab. Bei 10 Milliarden Versuchen pro Sekunde:

  • 8 Zeichen, nur Zahlen: Sekunden
  • 10 Zeichen, Buchstaben & Zahlen: Minuten bis Stunden
  • 12 Zeichen, alle Typen: Jahre bis Jahrzehnte
  • 16 Zeichen, alle Typen: Milliarden von Jahren

Fazit: Ein 16-stelliges Passwort mit allen Zeichentypen ist praktisch unknackbar.

Was ist der Unterschied zwischen Verschlüsselung und Hashing?

Beides sind wichtige Sicherheitskonzepte:

  • Verschlüsselung:
    • Daten werden mit einem Schlüssel umgewandelt
    • Umkehrbar: Mit dem richtigen Schlüssel entschlüsselbar
    • Beispiel: Passwörter im Passwort-Manager
  • Hashing:
    • Daten werden zu einem Hash-Wert umgewandelt
    • Nicht umkehrbar: Aus dem Hash kann man die Original-Daten nicht rekonstruieren
    • Beispiel: Passwörter in Datenbanken (gespeichert als Hash)

Wichtig: Seriöse Dienste speichern dein Passwort gehasht – nicht im Klartext!

Warum sollte ich einen Passwort-Manager nutzen?

Ein Passwort-Manager bietet viele Vorteile:

  • Einzigartige Passwörter: Für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort
  • Verschlüsselung: Alle Passwörter sind verschlüsselt gespeichert
  • Automatisch ausfüllen: Kein manuelles Eintippen mehr – schützt vor Phishing
  • Passwort-Generator: Erstellt automatisch sichere Passwörter
  • Synchronisation: Verfügbar auf allen Geräten

Empfohlen: Bitwarden (kostenlos, Open Source), 1Password, KeePass, Dashlane

Was ist eine Passphrase und wie sicher ist sie?

Eine Passphrase besteht aus mehreren zufälligen Wörtern, die zu einem Satz kombiniert werden. Beispiel: "correct-horse-battery-staple"

  • Vorteile: Leicht zu merken, schwer zu knacken
  • Sicherheit: 4 Wörter (Diceware, 7776 Wörter) = ~52 Bits Entropie
  • Empfehlung: 5-6 Wörter für 64-77 Bits Entropie
  • Tipp: Verwende zufällige Wörter, keine zusammenhängenden Sätze
Wie schütze ich mich vor Phishing-Angriffen?

Phishing ist der Versuch, über gefälschte Websites oder E-Mails an deine Passwörter zu gelangen. So schützt du dich:

  • Prüfe die URL: Immer auf die korrekte Domain achten (z.B. paypal.com nicht paypa1.com)
  • Nicht auf Links in E-Mails klicken: Öffne die Website manuell im Browser
  • Passwort-Manager nutzen: Sie erkennen gefälschte Seiten, da die URL nicht zur gespeicherten Domain passt
  • 2FA aktivieren: Selbst mit geklautem Passwort kommt der Angreifer nicht an dein Konto
  • Misstrauisch sein: E-Mails mit Dringlichkeit oder Drohungen sind oft Phishing
Wie oft sollte ich mein Passwort ändern?

Die Empfehlungen haben sich geändert:

  • Alte Empfehlung: Alle 30-90 Tage ändern (führt zu schwachen Passwörtern)
  • Aktuelle Empfehlung: Nur ändern, wenn ein konkreter Verdacht besteht
  • Ausnahmen: Bei Datenlecks, Phishing-Verdacht oder verlorenen Geräten

Besser: Nutze einen Passwort-Manager mit einzigartigen, starken Passwörtern und aktiviere 2FA. Das ist sicherer als häufige Passwort-Änderungen.

Was ist ein Datenleck und wie finde ich heraus, ob ich betroffen bin?

Ein Datenleck liegt vor, wenn ein Dienst kompromittiert wurde und Passwörter, E-Mails oder andere Daten gestohlen wurden.

Prüfung:

  • Nutze Have I Been Pwned – gib deine E-Mail ein
  • Viele Passwort-Manager haben integrierte Datenleck-Prüfungen
  • Kostenlose Dienste wie Firefox Monitor informieren dich bei neuen Leaks

Was tun bei Betroffenheit:

  • Passwort sofort ändern
  • 2FA aktivieren, falls nicht vorhanden
  • Bei gleichem Passwort bei anderen Diensten auch dort ändern
Was ist Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)?

2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) fügt eine zweite Sicherheitsebene zu deinem Passwort hinzu.

Wie es funktioniert:

  • Faktor 1: Dein Passwort (etwas, das du weißt)
  • Faktor 2: Ein Einmal-Code oder eine Bestätigung (etwas, das du hast, z.B. Handy)

Arten von 2FA:

  • TOTP (Authenticator-Apps): Google Authenticator, Authy, Microsoft Authenticator
  • SMS: Einmal-Code per SMS (weniger sicher)
  • Hardware-Token: YubiKey oder ähnliche Geräte

Empfehlung: Aktiviere 2FA bei allen wichtigen Diensten (E-Mail, Banking, Social Media).

Welche Passwörter sind besonders unsicher?

Diese Passwörter sind besonders unsicher und sollten niemals verwendet werden:

  • Die 10 häufigsten Passwörter: 123456, password, 123456789, 12345, 12345678, qwerty, 1234567, 111111, 123123, 000000
  • Persönliche Daten: Namen, Geburtstage, Straßen, Telefonnummern
  • Tastaturmuster: qwertz, asdf, 1234, 0000
  • Echte Wörter: Aus Wörterbüchern (Hacker nutzen Wörterbuchangriffe)
  • Wiederholungen: aaaa, 1111, ababab

Tipp: Verwende den Passwort-Generator für zufällige, starke Passwörter.

Wie erkenne ich ein sicheres Passwort?

Ein sicheres Passwort erfüllt diese Kriterien:

  • Länge: Mindestens 12 Zeichen, besser 16+
  • Vielfalt: Kombination aus Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen
  • Einzigartigkeit: Keine echten Wörter, Namen oder persönliche Daten
  • Keine Muster: Keine Tastaturmuster (qwertz, 1234) oder Wiederholungen
  • Zufälligkeit: Zufällig generiert – nicht selbst ausgedacht

Empfehlung: Nutze den Passwort-Generator für zufällige, starke Passwörter.

Zusammenfassung

Die wichtigsten Punkte

  • Mindestlänge: 12 Zeichen, besser 16+ für wichtige Konten
  • Zeichenvielfalt: Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen, Symbole mischen
  • Entropie: 80+ Bits für sichere Passwörter
  • Keine Muster: Keine Wörter, Namen, Geburtstage, Sequenzen
  • Einzigartigkeit: Nie dasselbe Passwort für mehrere Dienste
  • Passwort-Manager: Bitwarden, KeePass, 1Password nutzen
  • 2FA aktivieren: Zwei-Faktor-Authentifizierung überall
  • Regelmäßige Checks: Passwörter mit diesem Tool prüfen
  • Unser Tool: Analysiert Passwörter lokal – keine Daten werden gesendet
  • Crack-Zeit: Starke Passwörter sind praktisch unmöglich zu knacken

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