Passwort-Stärke-Check
Passwort-Stärke-Check
Prüfe die Sicherheit deiner Passwörter mit Echtzeit-Analyse. Erhalte detaillierte Informationen über Länge, Komplexität, Entropie und geschätzte Crack-Zeit.
Hinweis: Alle Berechnungen und Verarbeitungen erfolgen lokal in Ihrem Browser. Es werden keine Eingaben oder Ergebnisse gespeichert oder an einen Server übertragen. Dieses Tool dient ausschließlich zu Demonstrations- und Lernzwecken.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
Auf dieser Seite findest du:
- Live-Check: Passwort eingeben und sofort analysieren
- Stärke-Analyse: Entropie, Crack-Zeit und Score
- Schwachstellen: Muster, häufige Passwörter, Sequenzen
- Crack-Szenarien: Online, Offline, Distributed, Quantum
- Theorie: Was macht ein Passwort sicher?
- Häufige Passwörter: Die beliebtesten (und schlechtesten) Passwörter
- FAQ: Häufige Fragen zur Passwort-Sicherheit
1. Passwort-Stärke prüfen
Gib ein Passwort ein und erhalte sofort eine detaillierte Analyse. Wichtig: Dein Passwort wird niemals an einen Server gesendet – die Analyse erfolgt 100% lokal in deinem Browser!
Passwort eingeben
Analyse-Ergebnis
-
Gib ein Passwort ein, um die Analyse zu starten
2. Crack-Zeit-Szenarien
Wie lange würde es dauern, dein Passwort zu knacken? Das hängt von der Angriffsmethode ab:
Geschätzte Crack-Zeit
Online-Angriff
Offline-Angriff
Distributed
Quantencomputer
Was bedeuten diese Szenarien?
- Online-Angriff: Angreifer probiert Passwörter über eine Webseite – meist durch Rate-Limits und CAPTCHAs limitiert
- Offline-Angriff: Angreifer hat eine Passwort-Hash-Datenbank gestohlen und knackt sie lokal
- Distributed: Viele Rechner arbeiten zusammen (Botnetz oder Cloud-Infrastruktur)
- Quantencomputer: Theoretische Zukunft – Quantencomputer können bestimmte Probleme exponentiell schneller lösen
3. Theorie – Was macht ein Passwort sicher?
Die Sicherheit eines Passworts hängt von vier Hauptfaktoren ab:
Entropie
Die Entropie misst die "Zufälligkeit" eines Passworts in Bits. Je höher, desto sicherer.
L = Länge, R = Zeichensatz-Größe
Keine Muster
Vermeide einfache Muster wie "123456", "qwerty", "password" oder Wiederholungen.
Beispiele: "aaaaaa", "abcabc", "111111" sind sehr unsicher.
Länge
Länge ist oft wichtiger als Komplexität. Jedes zusätzliche Zeichen verdoppelt die Sicherheit.
Empfehlung: Mindestens 12 Zeichen, besser 16+ für wichtige Konten.
Zeichenvielfalt
Nutze Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbole. Je größer der Zeichensatz, desto sicherer.
Zeichensätze: a-z (26), A-Z (26), 0-9 (10), Symbole (~32)
4. Passwort-Vergleichstabelle
Wie schneiden verschiedene Passwort-Typen im Vergleich ab?
| Passwort-Typ | Beispiel | Entropie | Crack-Zeit (Offline) | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Sehr schwach | 123456 |
~17 bit | Sofort | Schwach |
| Schwach | password123 |
~30 bit | Sofort | Schwach |
| Mittel | Sommer2024! |
~50 bit | ~3 Stunden | Mittel |
| Gut | aB3$xY9!kL2@ |
~79 bit | ~20.000 Jahre | Gut |
| Stark | k9#mP2$xL7@qR4&v |
~105 bit | > Alter des Universums | Stark |
| Sehr stark | 20-stellig, alle Typen |
~131 bit | > Alter des Universums | Sehr stark |
| Passphrase | correct-horse-battery-staple |
~52 bit | ~50 Tage | Mittel |
| Starke Passphrase | 6 zufällige Wörter |
~77 bit | ~6.000 Jahre | Gut |
Fazit
Ein sicheres Passwort sollte mindestens 80+ Bits Entropie haben. Das entspricht etwa:
- 16 Zeichen mit Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen
- 20 Zeichen mit Groß-/Kleinbuchstaben und Zahlen
- 6 zufällige Wörter aus einer großen Wortliste (Passphrase)
5. Die häufigsten (und schlechtesten) Passwörter
Diese Passwörter werden von Angreifern sofort ausprobiert. Wenn du eines davon verwendest – ändere es sofort!
Top 20 der schlechtesten Passwörter (2024)
Diese Passwörter werden in fast jedem Wörterbuch-Angriff verwendet und sind innerhalb von Sekunden geknackt:
Warum sind diese Passwörter so beliebt?
- Einfach zu merken: Nutzer wählen bequeme Passwörter
- Tastatur-Muster: "qwerty" liegt direkt auf der Tastatur
- Sequenzen: "123456" ist die einfachste Zahlenfolge
- Wiederholungen: "111111" ist schnell einzutippen
- Popkultur: "dragon", "baseball", "football"
Regel: Wenn du dein Passwort in weniger als 5 Sekunden tippen kannst, ist es wahrscheinlich zu einfach!
6. FAQ – Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Passwort-Sicherheit
Entropie ist ein Maß für die Zufälligkeit und damit für die Stärke eines Passworts. Sie wird in Bits gemessen.
Je höher die Entropie, desto mehr Kombinationen muss ein Angreifer durchprobieren:
- 40 Bits: 1 Billion Kombinationen (~Sekunden)
- 80 Bits: 1,2 × 10²⁴ Kombinationen (~Jahrhunderte)
- 128 Bits: 3,4 × 10³⁸ Kombinationen (> Alter des Universums)
Die Entropie wird berechnet mit: E = L × log₂(R) (L = Länge, R = Zeichensatz).
Die Zeit hängt von der Entropie und der Rechenleistung des Angreifers ab. Bei 10 Milliarden Versuchen pro Sekunde:
- 8 Zeichen, nur Zahlen: Sekunden
- 10 Zeichen, Buchstaben & Zahlen: Minuten bis Stunden
- 12 Zeichen, alle Typen: Jahre bis Jahrzehnte
- 16 Zeichen, alle Typen: Milliarden von Jahren
Fazit: Ein 16-stelliges Passwort mit allen Zeichentypen ist praktisch unknackbar.
Beides sind wichtige Sicherheitskonzepte:
- Verschlüsselung:
- Daten werden mit einem Schlüssel umgewandelt
- Umkehrbar: Mit dem richtigen Schlüssel entschlüsselbar
- Beispiel: Passwörter im Passwort-Manager
- Hashing:
- Daten werden zu einem Hash-Wert umgewandelt
- Nicht umkehrbar: Aus dem Hash kann man die Original-Daten nicht rekonstruieren
- Beispiel: Passwörter in Datenbanken (gespeichert als Hash)
Wichtig: Seriöse Dienste speichern dein Passwort gehasht – nicht im Klartext!
Ein Passwort-Manager bietet viele Vorteile:
- Einzigartige Passwörter: Für jeden Dienst ein eigenes, starkes Passwort
- Verschlüsselung: Alle Passwörter sind verschlüsselt gespeichert
- Automatisch ausfüllen: Kein manuelles Eintippen mehr – schützt vor Phishing
- Passwort-Generator: Erstellt automatisch sichere Passwörter
- Synchronisation: Verfügbar auf allen Geräten
Empfohlen: Bitwarden (kostenlos, Open Source), 1Password, KeePass, Dashlane
Eine Passphrase besteht aus mehreren zufälligen Wörtern, die zu einem Satz kombiniert werden. Beispiel: "correct-horse-battery-staple"
- Vorteile: Leicht zu merken, schwer zu knacken
- Sicherheit: 4 Wörter (Diceware, 7776 Wörter) = ~52 Bits Entropie
- Empfehlung: 5-6 Wörter für 64-77 Bits Entropie
- Tipp: Verwende zufällige Wörter, keine zusammenhängenden Sätze
Phishing ist der Versuch, über gefälschte Websites oder E-Mails an deine Passwörter zu gelangen. So schützt du dich:
- Prüfe die URL: Immer auf die korrekte Domain achten (z.B.
paypal.comnichtpaypa1.com) - Nicht auf Links in E-Mails klicken: Öffne die Website manuell im Browser
- Passwort-Manager nutzen: Sie erkennen gefälschte Seiten, da die URL nicht zur gespeicherten Domain passt
- 2FA aktivieren: Selbst mit geklautem Passwort kommt der Angreifer nicht an dein Konto
- Misstrauisch sein: E-Mails mit Dringlichkeit oder Drohungen sind oft Phishing
Die Empfehlungen haben sich geändert:
- Alte Empfehlung: Alle 30-90 Tage ändern (führt zu schwachen Passwörtern)
- Aktuelle Empfehlung: Nur ändern, wenn ein konkreter Verdacht besteht
- Ausnahmen: Bei Datenlecks, Phishing-Verdacht oder verlorenen Geräten
Besser: Nutze einen Passwort-Manager mit einzigartigen, starken Passwörtern und aktiviere 2FA. Das ist sicherer als häufige Passwort-Änderungen.
Ein Datenleck liegt vor, wenn ein Dienst kompromittiert wurde und Passwörter, E-Mails oder andere Daten gestohlen wurden.
Prüfung:
- Nutze Have I Been Pwned – gib deine E-Mail ein
- Viele Passwort-Manager haben integrierte Datenleck-Prüfungen
- Kostenlose Dienste wie Firefox Monitor informieren dich bei neuen Leaks
Was tun bei Betroffenheit:
- Passwort sofort ändern
- 2FA aktivieren, falls nicht vorhanden
- Bei gleichem Passwort bei anderen Diensten auch dort ändern
2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) fügt eine zweite Sicherheitsebene zu deinem Passwort hinzu.
Wie es funktioniert:
- Faktor 1: Dein Passwort (etwas, das du weißt)
- Faktor 2: Ein Einmal-Code oder eine Bestätigung (etwas, das du hast, z.B. Handy)
Arten von 2FA:
- TOTP (Authenticator-Apps): Google Authenticator, Authy, Microsoft Authenticator
- SMS: Einmal-Code per SMS (weniger sicher)
- Hardware-Token: YubiKey oder ähnliche Geräte
Empfehlung: Aktiviere 2FA bei allen wichtigen Diensten (E-Mail, Banking, Social Media).
Diese Passwörter sind besonders unsicher und sollten niemals verwendet werden:
- Die 10 häufigsten Passwörter: 123456, password, 123456789, 12345, 12345678, qwerty, 1234567, 111111, 123123, 000000
- Persönliche Daten: Namen, Geburtstage, Straßen, Telefonnummern
- Tastaturmuster: qwertz, asdf, 1234, 0000
- Echte Wörter: Aus Wörterbüchern (Hacker nutzen Wörterbuchangriffe)
- Wiederholungen: aaaa, 1111, ababab
Tipp: Verwende den Passwort-Generator für zufällige, starke Passwörter.
Ein sicheres Passwort erfüllt diese Kriterien:
- Länge: Mindestens 12 Zeichen, besser 16+
- Vielfalt: Kombination aus Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen
- Einzigartigkeit: Keine echten Wörter, Namen oder persönliche Daten
- Keine Muster: Keine Tastaturmuster (qwertz, 1234) oder Wiederholungen
- Zufälligkeit: Zufällig generiert – nicht selbst ausgedacht
Empfehlung: Nutze den Passwort-Generator für zufällige, starke Passwörter.
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- Mindestlänge: 12 Zeichen, besser 16+ für wichtige Konten
- Zeichenvielfalt: Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen, Symbole mischen
- Entropie: 80+ Bits für sichere Passwörter
- Keine Muster: Keine Wörter, Namen, Geburtstage, Sequenzen
- Einzigartigkeit: Nie dasselbe Passwort für mehrere Dienste
- Passwort-Manager: Bitwarden, KeePass, 1Password nutzen
- 2FA aktivieren: Zwei-Faktor-Authentifizierung überall
- Regelmäßige Checks: Passwörter mit diesem Tool prüfen
- Unser Tool: Analysiert Passwörter lokal – keine Daten werden gesendet
- Crack-Zeit: Starke Passwörter sind praktisch unmöglich zu knacken
Weitere Sicherheits-Tools
Sichere Passwörter mit einstellbarer Länge und Zeichenarten generieren.
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