MAC Vendor Lookup
MAC Vendor Lookup
Finde den Hersteller anhand der MAC-Adresse über OUI-Lookup. Mit Geräte-Typ-Erkennung, Virtualisierungs-Erkennung und Batch-Verarbeitung.
Hinweis: Die OUI-Datenbank in diesem Tool enthält 200+ bekannte Hersteller und läuft lokal im Browser. Für vollständige OUI-Lookups nutze die offizielle IEEE OUI-Datenbank.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
- MAC-Lookup: Einzelne MAC-Adresse → Hersteller
- Batch: Mehrere MACs gleichzeitig prüfen
- OUI-Datenbank: 200+ bekannte Hersteller
- Geräte-Typ: Router, Server, VM, IoT, etc.
- Virtualisierungs-Erkennung: VMware, VirtualBox, QEMU, Hyper-V
- Theorie: Über MAC-Adressen und OUI
- Geschichte: Von Xerox Ethernet zu IEEE 802
- FAQ: Häufige Fragen zu MAC-Adressen
1. MAC Vendor Lookup
Gib eine MAC-Adresse ein – der Hersteller wird automatisch ermittelt.
Virtualisierung
VMware, VirtualBox, QEMU, Hyper-V, Parallels, Xen
Netzwerk
Cisco, Juniper, HP, Netgear, TP-Link, Ubiquiti
Computer
Dell, HP, Lenovo, Apple, Asus, Intel
Mobile
Apple, Samsung, Google, Xiaomi, Huawei
IoT / Embedded
Raspberry Pi, ESP32, Arduino, Shelly
2. Theorie – MAC-Adressen und OUI
Verstehe die Grundlagen von MAC-Adressen und Vendor-Identifikation.
Was ist eine MAC-Adresse?
Eine MAC-Adresse (Media Access Control) ist eine eindeutige Hardware-Adresse:
- 48 Bit: 6 Bytes (z.B. 00:1A:2B:3C:4D:5E)
- OUI: Erste 3 Bytes (Hersteller-ID)
- NIC: Letzte 3 Bytes (Geräte-ID)
- Global eindeutig: Von IEEE verwaltet
- Burned-in: In der Netzwerkkarte
Was ist OUI?
OUI (Organizationally Unique Identifier) identifiziert den Hersteller:
- 24 Bit: Erste 3 Bytes
- IEEE-Registry: Zentral verwaltet
- ~30.000 OUIs: Weltweit registriert
- Kostenpflichtig: ~$2.995 pro OUI
- Wiederverwendbar: Nach Ablauf
U/L- und I/G-Bit
Zwei besondere Bits im ersten Byte:
- U/L-Bit (Bit 7): 0 = global (OUI-basiert), 1 = lokal
- I/G-Bit (Bit 8): 0 = Unicast, 1 = Multicast
- Lokal verwaltet: Nicht OUI-basiert (z.B. VMs)
- Zufalls-MACs: Für Privacy (iOS, Android)
Best Practices
- OUI-Lookup: Für Geräte-Inventar nutzen
- VM-Erkennung: OUI zeigt Virtualisierung
- Random MACs: Bei iOS/Android seit 2020 Standard
- Documentation: MAC-Adressen dokumentieren
- Security: MAC-Filterung bringt wenig Sicherheit
- Monitoring: Neue Geräte über MAC erkennen
Wussten Sie schon?
Die ersten 3 Bytes einer MAC-Adresse sind der OUI (Organizationally Unique Identifier). Die IEEE vergibt diese OUIs an Hersteller – heute gibt es über 30.000 registrierte OUIs. Ein OUI kostet den Hersteller etwa 2.995 US-Dollar. Deshalb haben große Firmen wie Cisco oder Apple oft hunderte OUIs. Wenn du eine unbekannte MAC siehst, kannst du anhand des OUI den Hersteller identifizieren – sehr nützlich für Netzwerk-Forensik!
3. Geschichte der MAC-Adressen
Von Ethernet zu IEEE 802 – die Entwicklung der MAC-Adressen.
Xerox Ethernet
Robert Metcalfe entwickelt Ethernet bei Xerox PARC. Erste Version nutzt 16-Bit-Adressen – noch nicht global eindeutig.
Ethernet Standard
DEC, Intel und Xerox (DIX) standardisieren Ethernet mit 48-Bit-MAC-Adressen. Format: OUI (24 Bit) + NIC (24 Bit).
IEEE 802 übernimmt
Die IEEE übernimmt die Verwaltung der MAC-Adressen. Erste OUI-Vergabe an Hersteller. IEEE 802.3 Standard für Ethernet.
OUI-Explosion
Mit dem Internet-Boom steigt die Zahl der Hersteller. Tausende OUIs werden vergeben. Erste Online-Datenbanken entstehen.
Virtualisierung
VMware, VirtualBox, QEMU erhalten eigene OUIs. Virtuelle Maschinen bekommen MACs mit speziellen Vendor-Prefixen (00:0C:29, 08:00:27).
MAC-Randomisierung
Apple iOS 8 führt Random MACs für WLAN-Scans ein. Android folgt 2015. Datenschutz gegen Tracking durch MAC-Adressen.
Random MAC Standard
iOS 14 und Android 10+ randomisieren MACs pro WLAN. Datenschutz wird Standard. OUI-Lookup wird unzuverlässiger.
MAC in modernen Netzen
MAC-Adressen bleiben Layer-2-Standard. Für Netzwerk-Zugangskontrolle (NAC) und Inventar. 802.1X und MAB für Authentifizierung. Random MACs erschweren Tracking.
4. FAQ – Häufige Fragen
Häufige Fragen zu MAC-Adressen
Eine MAC-Adresse ist eine 48-Bit-Hardware-Adresse:
- 48 Bit = 6 Bytes: z.B.
00:1A:2B:3C:4D:5E - OUI (24 Bit): Erste 3 Bytes – Hersteller-ID
- NIC (24 Bit): Letzte 3 Bytes – Geräte-ID
Schreibweisen:
- Doppelpunkt: 00:1A:2B:3C:4D:5E (Linux/macOS)
- Bindestrich: 00-1A-2B-3C-4D-5E (Windows)
- Punkt: 001A.2B3C.4D5E (Cisco)
- Ohne Trenner: 001A2B3C4D5E
Wichtig: MAC-Adressen sind global eindeutig – jeder OUI darf nur einmal vergeben werden.
OUI (Organizationally Unique Identifier) ist die Hersteller-ID in der MAC-Adresse:
- Erste 3 Bytes einer MAC
- Von IEEE vergeben: zentral verwaltet
- ~30.000 OUIs: weltweit registriert
- Kosten: ~2.995 USD pro OUI
Verwendung:
- Vendor-Lookup: Welcher Hersteller hat diese MAC?
- Netzwerk-Forensik: Unbekannte Geräte identifizieren
- Inventar: Geräte nach Hersteller gruppieren
- Security: Verdächtige Hersteller erkennen
Beispiele:
00:0C:29= VMware08:00:27= VirtualBoxB8:27:EB= Raspberry Pi Foundation00:1A:2B= Ayecom Technology
MAC-Randomisierung ist ein Datenschutz-Feature:
- iOS 8 (2014): Random MAC für WLAN-Scans
- iOS 14 (2020): Random MAC pro WLAN
- Android 10+: Random MAC per Default
- Windows 10: Optional aktivierbar
Zweck:
- Anti-Tracking: Verhindert Verfolgung über MAC
- Privacy: Kein Profiling durch WLAN-Betreiber
- Standard: Seit 2020 bei Smartphones üblich
Erkennung:
- U/L-Bit = 1 (lokal verwaltet)
- Zweites Zeichen: 2, 6, A, E
- Beispiel:
02:xx:xx:xx:xx:xxoder06:xx:xx:xx:xx:xx - Vendor-Lookup schlägt oft fehl
Auswirkung: OUI-Lookup wird bei modernen Geräten unzuverlässiger.
Ja, MAC-Adressen sind "soft" konfigurierbar:
Windows:
- Geräte-Manager → Netzwerkadapter → Eigenschaften
- Erweitert → "Network Address" oder "Locally Administered Address"
- Wert eingeben (12 Hex-Zeichen, ohne Trenner)
Linux:
sudo ip link set dev eth0 downsudo ip link set dev eth0 address 02:11:22:33:44:55sudo ip link set dev eth0 up
macOS:
sudo ifconfig en0 ether 02:11:22:33:44:55
Wichtig:
- MAC-Spoofing ist in manchen Ländern illegal
- Kann Netzwerk-Probleme verursachen
- Manche Treiber ignorieren Änderungen
- Nur für legale Zwecke (Tests, Privacy)
Zwei besondere Bits im ersten Byte der MAC-Adresse:
| Bit | Name | Bedeutung |
|---|---|---|
| Bit 8 (MSB) | I/G | 0 = Unicast, 1 = Multicast |
| Bit 7 | U/L | 0 = global (OUI), 1 = lokal |
Beispiel: 00:1A:2B:3C:4D:5E
- Byte 1:
00=00000000 - I/G = 0 → Unicast
- U/L = 0 → Global (OUI-basiert)
Bei Random MACs:
- Byte 1:
02=00000010 - U/L = 1 → Lokal verwaltet
- Kein OUI-Hersteller vorhanden
Multicast-MACs: Starten mit 01:00:5E (IPv4) oder 33:33 (IPv6).
VMs haben spezielle OUIs:
| OUI | Hersteller | Erkennung |
|---|---|---|
| 00:0C:29 | VMware | Workstation/ESXi |
| 00:50:56 | VMware ESXi | vSphere |
| 00:05:69 | VMware | Older |
| 08:00:27 | VirtualBox | Oracle |
| 52:54:00 | QEMU/KVM | Linux |
| 00:15:5D | Microsoft | Hyper-V |
| 00:1C:42 | Parallels | macOS |
| 00:16:3E | Xen | XenServer |
| 00:03:FF | Microsoft | Virtual PC |
Vorteile der Erkennung:
- Inventar: VMs vs. physische Server
- Security: Verdächtige VMs erkennen
- Monitoring: VM-Traffic isolieren
- Lizenzierung: VM-Hosts identifizieren
Teilweise ja, aber mit Einschränkungen:
- OUI-Lookup: Nur Hersteller, nicht der Nutzer
- Lokale Netzwerke: MAC bleibt nur im lokalen Segment
- Router: Ersetzt MAC beim Routing (Layer 3)
- Internet: MAC wird NICHT geroutet
Wichtige Punkte:
- MAC ≠ IP: MAC ist Layer 2, IP ist Layer 3
- Kein Tracking: MAC wird bei jedem Router-Hop ersetzt
- Nur lokal: Im WLAN/LAN ist MAC sichtbar
- Privatsphäre: Random MACs verhindern Tracking
Fazit: MAC-Adressen sind keine persönlichen Identifikatoren – können aber im lokalen Netz zur Identifikation dienen.
Nein – MAC-Filterung ist keine echte Sicherheitsmaßnahme:
- MAC-Spoofing: Trivial – ein Befehl reicht
- Sniffing: Erlaubte MACs sind im WLAN sichtbar
- Skaliert nicht: Bei vielen Geräten unübersichtlich
- Falsches Sicherheitsgefühl: Verhindert keine Angriffe
Bessere Alternativen:
- WPA2/WPA3: Verschlüsselung mit starkem Passwort
- 802.1X: Enterprise-Authentifizierung
- RADIUS: Zentrale Authentifizierung
- Gastnetz: Isoliertes Netz für Gäste
- VPN: Für Remote-Zugriff
Wann MAC-Filterung sinnvoll?
- Kleine Heimnetze: Als zusätzliche Hürde
- IoT-Geräte: Bekannte MACs erlauben
- NAC: Als Teil eines umfassenden Konzepts
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- MAC-Adresse: 48 Bit = 6 Bytes (Hexadezimal)
- OUI: Erste 3 Bytes = Hersteller-ID (IEEE)
- NIC: Letzte 3 Bytes = Geräte-ID (Hersteller)
- U/L-Bit: 0 = global (OUI), 1 = lokal (Random)
- I/G-Bit: 0 = Unicast, 1 = Multicast
- VM-OUIs: VMware (00:0C:29), VirtualBox (08:00:27), QEMU (52:54:00)
- Random MACs: iOS 14+, Android 10+ standard
- Kein Routing: MAC wird nicht über Router weitergegeben
- MAC-Filterung: Keine echte Sicherheit (Spoofing trivial)
- Unser Tool: OUI-Lookup mit 200+ Herstellern und VM-Erkennung