MAC Address Generator
MAC Address Generator
Generiere zufällige MAC-Adressen in verschiedenen Formaten (Colon, Dash, Dot, Cisco, Bare). Mit OUI-Analyse, Bit-Erkennung und Batch-Generierung.
Hinweis: Die generierten MAC-Adressen sind frei erfunden und können mit echten Adressen kollidieren. Verwende sie nur für Tests, VM-Konfigurationen oder Lernzwecke. Für produktive Geräte immer die originale MAC verwenden oder bei Herstellern registrieren lassen.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
- MAC-Generator: Zufällige MAC-Adressen mit verschiedenen Optionen
- Formate: Colon, Dash, Dot, Cisco, Bare, IPv6
- Typ-Auswahl: Unicast, Multicast, Broadcast, Local
- OUI-Präfix: Eigener Hersteller-Präfix möglich
- Bit-Analyse: U/L-Bit, I/G-Bit visualisiert
- OUI-Datenbank: Bekannte Hersteller erkennen
- Batch-Modus: Mehrere MACs auf einmal
- Theorie: Über MAC-Adressen und OUI
- FAQ: Häufige Fragen zu MAC-Adressen
1. MAC-Adresse generieren
Wähle einen Modus und generiere MAC-Adressen nach deinen Wünschen.
Was ist ein OUI?
OUI (Organizationally Unique Identifier) ist der Hersteller-Präfix in der MAC-Adresse:
- Erste 3 Bytes (24 Bit): OUI – von IEEE vergeben
- Letzte 3 Bytes (24 Bit): NIC – vom Hersteller vergeben
- Format:
00:1a:2b:3c:4d:5e - Bekannte OUIs: VMware (00:0c:29), QEMU (52:54:00), VirtualBox (08:00:27)
2. Theorie – MAC-Adressen
Verstehe die Grundlagen von MAC-Adressen und ihren Aufbau.
Was ist eine MAC-Adresse?
Eine MAC-Adresse (Media Access Control) ist eine 48-Bit-Hardware-Adresse:
- 6 Bytes: 12 Hex-Zeichen
- OUI: Erste 3 Bytes (Hersteller)
- NIC: Letzte 3 Bytes (Gerät)
- Eindeutig: Soll weltweit einmalig sein
U/L-Bit (Universal/Local)
Das 7. Bit des ersten Bytes zeigt die Verwaltung:
- 0: Global (OUI-basiert)
- 1: Lokal (manuell verwaltet)
- Beispiel: 00 = 00000000 (U/L=0)
- Beispiel: 02 = 00000010 (U/L=1)
I/G-Bit (Individual/Group)
Das 8. Bit (MSB) des ersten Bytes zeigt den Typ:
- 0: Unicast (einzelnes Gerät)
- 1: Multicast (Gruppe)
- FF:FF:FF:FF:FF:FF: Broadcast
- 01:00:5E: IPv4-Multicast
Formate & Verwendung
- Colon: 00:1a:2b:3c:4d:5e (Standard Linux)
- Dash: 00-1a-2b-3c-4d-5e (Windows)
- Dot: 001a.2b3c.4d5e (Cisco)
- Bare: 001a2b3c4d5e (kompakt)
- IPv6: 021a:2bff:fe3c:4d5e (EUI-64)
Wussten Sie schon?
Die ersten 3 Bytes einer MAC-Adresse (OUI) werden von der IEEE zentral verwaltet. Es gibt über 25.000 registrierte OUIs weltweit. Die Vergabe kostet aktuell 3.035 USD pro OUI-Block. Alternativ kann eine kleinere Zuweisung (MA-M oder MA-S) für ca. 755 USD erworben werden – diese enthält weniger Adressen und ist für kleinere Firmen gedacht.
3. Geschichte der MAC-Adressen
Von Ethernet zu EUI-64 und Random MACs.
Xerox PARC
Bob Metcalfe entwickelt Ethernet am Xerox PARC. Erste MAC-Adressen haben noch 16 Bit und werden manuell verwaltet.
IEEE 802 Standard
IEEE standardisiert 48-Bit-MAC-Adressen im 802-Standard. Xerox, Intel und DEC (DIX) definieren das Format mit OUI (erste 24 Bit) und NIC (letzte 24 Bit).
Ethernet wird Standard
Ethernet wird als IEEE 802.3 standardisiert. MAC-Adressen mit 00:00:00 als Xerox-OUI dominieren die frühe Zeit.
OUI-Vergabe an Hersteller
IEEE vergibt OUIs an tausende Hersteller. Der OUI wird zum Erkennungsmerkmal für Netzwerk-Hardware. Erste MAC-Adress-Datenbanken entstehen.
EUI-64 Standard
IEEE standardisiert EUI-64 – eine 64-Bit-Erweiterung. Grundlage für IPv6-Interface-IDs. FF:FE wird in die Mitte eingefügt.
Privacy Extensions
RFC 3041 führt Privacy Extensions für IPv6 ein. Zufällige Interface-IDs statt EUI-64, um Tracking zu verhindern. Auswirkung auf MAC-basierte Adressierung.
Random MAC für WLAN
Apple, Google und Microsoft führen Random MAC-Adressen für WLAN-Scans ein – zum Schutz der Privatsphäre. Tracking durch WLAN-Hotspots wird erschwert.
MAC & Sicherheit
MAC-Spoofing ist in Software leicht möglich. MAC-Filtering als Sicherheitsmaßnahme ist obsolet. Moderne Verfahren nutzen 802.1X, NAC oder Zertifikate zur Authentifizierung.
4. FAQ – Häufige Fragen
Häufige Fragen zu MAC-Adressen
| Merkmal | MAC-Adresse | IP-Adresse |
|---|---|---|
| Ebene | Layer 2 (Data Link) | Layer 3 (Network) |
| Länge | 48 Bit (6 Bytes) | 32 Bit (IPv4), 128 Bit (IPv6) |
| Vergabe | Hersteller (IEEE) | Netzwerk/Provider |
| Änderbar | Hardware (theoretisch fix) | Frei konfigurierbar |
| Gültigkeit | Weltweit eindeutig | Netz-spezifisch |
| Routing | Nur im lokalen Segment | Weltweit geroutet |
Analogie: MAC = Personalausweis (fix), IP = Postadresse (änderbar).
Ja, in Software – nennt sich MAC-Spoofing:
- Linux:
ip link set dev eth0 address 00:11:22:33:44:55 - Windows: Geräte-Manager → Netzwerkadapter → Eigenschaften → Erweitert → Network Address
- macOS:
sudo ifconfig en0 ether 00:11:22:33:44:55
Gründe für Spoofing:
- Datenschutz: Random MAC in WLANs
- Testing: Netzwerk-Tests mit verschiedenen MACs
- Bypassing: MAC-Filter umgehen (nicht empfohlen!)
Wichtig: Die Hardware-MAC bleibt unverändert – nur die Software nutzt eine andere Adresse.
| Typ | I/G-Bit | Empfänger | Beispiel |
|---|---|---|---|
| Unicast | 0 | Ein Gerät | 00:1a:2b:3c:4d:5e |
| Multicast | 1 | Gruppe | 01:00:5e:00:00:01 |
| Broadcast | 1 (alle) | Alle Geräte | FF:FF:FF:FF:FF:FF |
Erkennung am ersten Byte:
- Bit 0 (LSB) = 0 → Unicast
- Bit 0 (LSB) = 1 → Multicast/Broadcast
Beispiel:
- 00 = 00000000 → Unicast
- 01 = 00000001 → Multicast
OUI (Organizationally Unique Identifier) sind die ersten 3 Bytes einer MAC:
Online-Datenbanken:
- IEEE: standards-oui.ieee.org
- macvendors.com: Einfache API
- Wireshark: Manuf-Datenbank
- maclookup.app: Web-Interface
Bekannte OUIs:
- 00:00:0C: Cisco
- 00:1A:2B: Ayecom
- 00:50:56: VMware
- 08:00:27: VirtualBox
- 52:54:00: QEMU/KVM
- 00:15:5D: Microsoft Hyper-V
Random MAC-Adressen werden zufällig generiert und nicht fest zugewiesen:
- U/L-Bit = 1: Local verwaltet
- Zweites Bit: Oft auch gesetzt für zusätzliche Unterscheidung
- Beispiel: D2:5A:1F:3B:8C:4E
Verwendung:
- iOS/Android: Random MAC für WLAN-Scans
- Windows 10+: Random MAC pro WLAN-Netzwerk
- Linux NetworkManager:
wifi.cloned-mac-address=random
Vorteil: Schutz vor Tracking durch WLAN-Hotspots und Werbenetzwerke.
Nachteil: MAC-basierte Netzwerk-Policies funktionieren nicht.
MAC-Filtering als Sicherheitsmaßnahme ist obsolet:
- MAC-Spoofing: Trivial in Software umzusetzen
- Sniffing: MACs sind im Klartext sichtbar (Layer 2)
- Bypass: Angreifer sniffen erlaubte MAC und kopieren sie
- Wartung: Große MAC-Listen sind unübersichtlich
Moderne Alternativen:
- 802.1X: Port-basierte Authentifizierung
- NAC: Network Access Control
- Zertifikate: EAP-TLS für WLAN
- RADIUS: Zentrale Authentifizierung
EUI-64 (Extended Unique Identifier) ist eine 64-Bit-Erweiterung der MAC:
Umwandlung MAC → EUI-64:
- 1. Teilen: OUI + NIC (je 24 Bit)
- 2. FF:FE einfügen: In die Mitte
- 3. U/L-Bit invertieren: 7. Bit umdrehen
Beispiel:
- MAC:
00:1a:2b:3c:4d:5e - EUI-64:
021a:2bff:fe3c:4d5e
Verwendung:
- IPv6 SLAAC: Interface-ID aus EUI-64
- Firewire: 64-Bit-Adressen
- Infiniband: Ähnliches Konzept
Privacy: RFC 4941 nutzt zufällige IDs statt EUI-64.
Ja, in allen gängigen Hypervisoren:
| Hypervisor | OUI-Präfix | Konfiguration |
|---|---|---|
| VMware | 00:0c:29, 00:50:56 | VM-Einstellungen → Netzwerk |
| VirtualBox | 08:00:27 | Netzwerk → Erweitert → MAC |
| Hyper-V | 00:15:5d | VM-Einstellungen → Netzwerk |
| QEMU/KVM | 52:54:00 | -device ...,mac=... |
| Proxmox | BC:24:11 | VM → Hardware → Netzwerk |
Wichtig: Vermeide Duplikate im gleichen Netzwerk!
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- MAC-Adresse: 48-Bit-Hardware-Adresse (6 Bytes)
- Struktur: OUI (24 Bit) + NIC (24 Bit)
- Formate: Colon, Dash, Dot, Cisco, Bare
- U/L-Bit: Global (0) vs. Local (1)
- I/G-Bit: Unicast (0) vs. Multicast (1)
- Broadcast: FF:FF:FF:FF:FF:FF
- OUI: Hersteller-Kennung, IEEE-vergeben
- MAC-Spoofing: In Software leicht möglich
- Random MAC: Datenschutz in WLANs
- Unser Tool: Generator mit OUI-Analyse und Batch