Routing & Switching
Routing & Switching
Das Rückgrat jeder Netzwerk-Infrastruktur – von Layer-2-Switching über VLANs und STP bis zu dynamischen Routing-Protokollen wie OSPF und BGP. Verstehen Sie, wie Datenpakete ihren Weg durch das Netzwerk finden.
Inhaltsverzeichnis
Schnellübersicht
Auf dieser Seite lernen Sie alles über Routing und Switching im Enterprise-Umfeld:
- Grundlagen: Was ist der Unterschied zwischen Routing und Switching?
- Switching (Layer 2): MAC-Adressen, Switch-Typen, Frame-Weiterleitung
- Routing (Layer 3): IP-Adressen, Routing-Tabellen, statisch vs. dynamisch
- Routing-Protokolle: OSPF, BGP, EIGRP, RIP, IS-IS
- VLANs: Virtuelle Netzwerke, Trunking, Inter-VLAN-Routing
- STP: Spanning Tree Protocol gegen Switching-Loops
- Enterprise-Architektur: Core, Distribution, Access Layer
- Best Practices: Sicherheit, Monitoring, Dokumentation
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
1. Was ist Routing & Switching?
Definition
Switching und Routing sind die beiden grundlegenden Mechanismen, mit denen Datenpakete durch ein Netzwerk transportiert werden. Switching arbeitet auf Layer 2 (Sicherungsschicht) des OSI-Modells und leitet Frames anhand von MAC-Adressen innerhalb eines lokalen Netzwerks (LAN) weiter. Routing arbeitet auf Layer 3 (Vermittlungsschicht) und leitet Pakete anhand von IP-Adressen zwischen verschiedenen Netzwerken weiter.
Im Enterprise-Umfeld bilden Switches und Router das Rückgrat der gesamten Netzwerk-Infrastruktur. Ohne sie könnten keine Daten zwischen Abteilungen, Standorten oder dem Internet fließen.
Switch vs. Router – Der Unterschied
Switch (Layer 2)
- Arbeitet mit MAC-Adressen
- Leitet Frames innerhalb eines LANs weiter
- Baut MAC-Adresstabelle auf (CAM-Table)
- Hardware-basiert (ASIC), sehr schnell
- Erstellt Kollisionsdomänen pro Port
- Unterstützt VLANs (Layer 2)
- Typisch: 24/48 Ports
Router (Layer 3)
- Arbeitet mit IP-Adressen
- Leitet Pakete zwischen Netzwerken weiter
- Nutzt Routing-Tabellen
- Software- und Hardware-basiert
- Trennt Broadcast-Domänen
- Unterstützt dynamische Routing-Protokolle
- Typisch: 2-8 Interfaces
2. Switching (Layer 2)
Ein Switch verbindet Geräte innerhalb eines lokalen Netzwerks (LAN) und leitet Ethernet-Frames basierend auf MAC-Adressen weiter.
Wie funktioniert ein Switch?
Frame-Weiterleitung
- Frame empfangen: Switch liest die Quell-MAC-Adresse und speichert sie in der MAC-Tabelle (CAM-Table)
- Ziel-MAC prüfen: Switch sucht die Ziel-MAC-Adresse in seiner Tabelle
- Bekannt: Frame wird nur an den entsprechenden Port weitergeleitet (Unicast)
- Unbekannt: Frame wird an alle Ports geflutet (Flooding), außer dem Eingangs-Port
- Broadcast: Ziel-Adresse FF:FF:FF:FF:FF:FF → Frame geht an alle Ports
Switch-Typen
Unmanaged Switch
Einfacher Switch ohne Konfigurationsmöglichkeiten. Ideal für kleine Büros und Heimnetzwerke.
- Keine Konfiguration nötig
- Günstig (20-80 €)
- 5-16 Ports
- Keine VLANs, kein QoS
Managed Switch (Layer 2)
Vollständig konfigurierbar. Unterstützt VLANs, STP, QoS, Port Security und SNMP-Monitoring.
- VLAN-Unterstützung (802.1Q)
- Spanning Tree (STP/RSTP/MSTP)
- QoS und Port Security
- SNMP, Syslog, CLI/Web-GUI
- Link Aggregation (LACP)
Layer-3-Switch
Kombiniert Switching und Routing in einem Gerät. Kann IP-Pakete zwischen VLANs weiterleiten.
- Alle Layer-2-Features
- Inter-VLAN-Routing (SVI)
- Statische Routen + OSPF
- Hardware-basiertes Routing (ASIC)
- Deutlich schneller als Router
3. Routing (Layer 3)
Router verbinden verschiedene Netzwerke miteinander und entscheiden anhand von IP-Adressen und Routing-Tabellen, welchen Weg ein Paket nimmt.
Statisches vs. Dynamisches Routing
Statisches Routing
- Routen werden manuell eingetragen
- Kein Protokoll-Overhead
- Vorhersehbar und sicher
- Ideal für kleine Netzwerke
- Keine automatische Anpassung
- Aufwändig bei Änderungen
Dynamisches Routing
- Routen werden automatisch gelernt
- Passt sich an Topologie-Änderungen an
- Automatische Failover-Pfade
- Ideal für große Netzwerke
- Protokoll-Overhead (CPU, Bandbreite)
- Komplexere Konfiguration
4. Routing-Protokolle im Detail
Dynamische Routing-Protokolle ermöglichen es Routern, automatisch die beste Route zu jedem Zielnetzwerk zu finden.
Statische Route
Feste Routen, die vom Administrator manuell eingetragen werden. Keine automatische Anpassung.
- Typ: Manuell
- Metrik: Administrative Distanz (1)
- Overhead: Keiner
- Konvergenz: Sofort (keine Berechnung)
OSPF
Das am weitesten verbreitete Interior Gateway Protocol (IGP). Nutzt den Dijkstra-Algorithmus.
- Typ: Link-State (IGP)
- Metrik: Cost (Bandbreite)
- AD: 110
- Konvergenz: Schnell (Sekunden)
- Areas: Hierarchisches Design
BGP
Das Protokoll des Internets. Verbindet autonome Systeme (AS) weltweit miteinander.
- Typ: Path-Vector (EGP)
- Metrik: AS-Path, Local Pref, MED
- AD: 20 (eBGP) / 200 (iBGP)
- Konvergenz: Langsam (Minuten)
- Skalierbarkeit: Extrem hoch
EIGRP
Cisco-Protokoll (jetzt offener Standard). Kombiniert Vorteile von Distanz-Vektor und Link-State.
- Typ: Advanced Distanz-Vektor (IGP)
- Metrik: Bandbreite, Delay, Load, Reliability
- AD: 90 (intern) / 170 (extern)
- Konvergenz: Sehr schnell (DUAL)
RIP
Das älteste dynamische Routing-Protokoll. Einfach, aber limitiert. Kaum noch im Einsatz.
- Typ: Distanz-Vektor (IGP)
- Metrik: Hop Count (max. 15)
- AD: 120
- Konvergenz: Langsam (Minuten)
IS-IS
Link-State-Protokoll, ähnlich OSPF. Wird vor allem von ISPs und in großen Rechenzentren eingesetzt.
- Typ: Link-State (IGP)
- Metrik: Cost (konfigurierbar)
- AD: 115
- Konvergenz: Schnell
- OSI-basiert: Nicht IP-abhängig
Routing-Protokolle im Vergleich
| Protokoll | Typ | Metrik | AD | Konvergenz | Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Statisch | Manuell | – | 1 | Sofort | Kleine Netze, Default-Route |
| OSPF | Link-State | Cost | 110 | Schnell | Enterprise-LAN, Campus |
| EIGRP | Hybrid | Composite | 90 | Sehr schnell | Cisco-Netzwerke |
| BGP | Path-Vector | AS-Path | 20/200 | Langsam | Internet, Multi-Homing |
| RIP | Distanz-Vektor | Hops | 120 | Langsam | Legacy, Labore |
| IS-IS | Link-State | Cost | 115 | Schnell | ISP, Datacenter |
5. VLANs – Virtuelle Netzwerke
VLANs (Virtual Local Area Networks) unterteilen ein physisches Netzwerk in logisch getrennte Broadcast-Domänen – ohne zusätzliche Hardware.
Warum VLANs?
- Sicherheit: Trennung sensibler Bereiche (z.B. Finanzen, Gäste, IoT)
- Performance: Kleinere Broadcast-Domänen = weniger Broadcast-Traffic
- Flexibilität: Logische Gruppierung unabhängig vom physischen Standort
- Verwaltung: Einfacheres Netzwerk-Management
Typische VLAN-Struktur im Unternehmen
Daten-VLAN (VLAN 10-99)
Für Arbeitsplatz-PCs, Drucker und allgemeine Netzwerkgeräte. Oft nach Abteilungen aufgeteilt.
Voice-VLAN (VLAN 100-199)
Für VoIP-Telefone. Getrenntes VLAN mit QoS-Priorisierung für Sprachqualität.
Management-VLAN (VLAN 99)
Für die Verwaltung von Switches, Routern und Access Points. Nur für Admins zugänglich.
Gäste-VLAN (VLAN 200-299)
Isoliertes Netzwerk für Besucher. Kein Zugriff auf interne Ressourcen, nur Internet.
Wichtige VLAN-Konzepte
- Access Port: Gehört zu einem einzigen VLAN (Endgeräte)
- Trunk Port: Transportiert mehrere VLANs zwischen Switches (802.1Q-Tagging)
- Native VLAN: Ungetaggter Traffic auf Trunk-Ports (Standard: VLAN 1)
- Inter-VLAN-Routing: Layer-3-Switch oder Router-on-a-Stick für Kommunikation zwischen VLANs
- VLAN 1: Default-VLAN – sollte aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden
6. Spanning Tree Protocol (STP)
STP verhindert Switching-Loops in redundanten Netzwerk-Topologien, indem es redundante Pfade blockiert und nur einen aktiven Pfad zulässt.
Warum ist STP wichtig?
Ohne STP führen redundante Verbindungen zwischen Switches zu Broadcast-Stürmen: Frames zirkulieren endlos im Netzwerk und überlasten alle Switches innerhalb von Sekunden. Das gesamte Netzwerk bricht zusammen.
STP-Ablauf (vereinfacht)
Root Bridge Wahl
Alle Switches vergleichen Bridge IDs. Der Switch mit der niedrigsten ID wird Root Bridge.
Root Ports bestimmen
Jeder Nicht-Root-Switch wählt den Port mit dem kürzesten Pfad zur Root Bridge.
Designated Ports bestimmen
Auf jedem Segment wird der Port mit dem besten Pfad zur Root als Designated Port gewählt.
Redundante Ports blockieren
Alle verbleibenden Ports werden in den Blocking-State versetzt (kein Traffic).
| STP-Version | Standard | Konvergenz | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| STP | 802.1D | 30-50 Sekunden | Original, sehr langsam |
| RSTP | 802.1w | 1-3 Sekunden | Rapid STP, deutlich schneller |
| MSTP | 802.1s | 1-3 Sekunden | Multiple STP-Instanzen pro VLAN-Gruppe |
| PVST+ | Cisco | 1-3 Sekunden | Pro VLAN eine STP-Instanz (Cisco) |
7. Enterprise-Netzwerkarchitektur
Das Cisco 3-Tier-Modell (Hierarchisches Netzwerkdesign) ist der Standard für Enterprise-Netzwerke. Es unterteilt das Netzwerk in drei logische Schichten.
Core Layer (Kernschicht)
Das Hochgeschwindigkeits-Backbone des Netzwerks. Maximale Verfügbarkeit und Durchsatz. Keine Paketmanipulation (kein ACL, kein NAT). Nur schnelles Forwarding. Redundante 10/40/100 Gbit/s Verbindungen.
Distribution Layer (Verteilungsschicht)
Aggregiert den Traffic der Access-Switches. Hier findet Routing, ACL-Filterung, QoS und Inter-VLAN-Routing statt. Grenze zwischen Layer 2 und Layer 3. Policy-Enforcement.
Access Layer (Zugangsschicht)
Verbindet Endgeräte (PCs, Telefone, APs, Drucker) mit dem Netzwerk. VLAN-Zuweisung, Port Security, 802.1X-Authentifizierung, PoE für Telefone und APs.
Moderne Alternative: Spine-Leaf-Architektur
In modernen Datacentern wird zunehmend das Spine-Leaf-Modell (Clos-Netzwerk) statt des 3-Tier-Modells eingesetzt. Vorteile: Gleiche Latenz zwischen allen Servern, bessere Skalierbarkeit, kein STP nötig (ECMP statt STP). Wird von Cisco ACI, Arista und Juniper unterstützt.
8. Best Practices
VLAN & Switching
- VLAN 1 nicht für Datenverkehr nutzen
- Native VLAN auf Trunks ändern (nicht VLAN 1)
- Unbenutzte Ports in ein "Parking-VLAN" verschieben
- Port Security aktivieren (MAC-Limit)
- BPDU Guard auf Access-Ports aktivieren
- RSTP oder MSTP statt legacy STP verwenden
Routing
- OSPF als Standard-IGP im Enterprise
- Area-Design: Backbone Area 0 + Stub/NSSA Areas
- Default-Route zum Internet-Gateway
- Route-Summarization an Area-Grenzen
- Passive Interfaces für Endgeräte-Netzwerke
- BGP nur an den Netzwerkgrenzen (Edge)
Sicherheit
- 802.1X für Netzwerk-Authentifizierung
- DHCP Snooping gegen Rogue DHCP-Server
- Dynamic ARP Inspection (DAI)
- IP Source Guard
- ACLs an Distribution-Layer
- Management-Zugriff nur über dediziertes VLAN
Monitoring & Dokumentation
- SNMP v3 für Switch/Router-Monitoring
- Syslog an zentralen Log-Server
- NetFlow/sFlow für Traffic-Analyse
- Netzwerk-Topologie dokumentieren
- IP-Adress-Schema (IPAM) pflegen
- Konfigurations-Backups automatisieren
9. FAQ – Häufige Fragen & Antworten
Häufige Fragen zu Routing & Switching
Ein Switch arbeitet auf Layer 2 (OSI) und leitet Frames anhand von MAC-Adressen innerhalb eines LANs weiter. Er verbindet Geräte im selben Netzwerk.
Ein Router arbeitet auf Layer 3 und leitet Pakete anhand von IP-Adressen zwischen verschiedenen Netzwerken weiter. Er verbindet unterschiedliche Netzwerke (z.B. LAN mit Internet).
Layer-3-Switches kombinieren beide Funktionen: Sie können sowohl switchen als auch routen – und das in Hardware-Geschwindigkeit.
OSPF ist die bessere Wahl, wenn:
- Sie eine Multi-Vendor-Umgebung haben (OSPF ist offener Standard)
- Sie ein hierarchisches Netzwerk-Design mit Areas benötigen
- Sie große Netzwerke mit vielen Routern betreiben
EIGRP ist besser, wenn:
- Sie eine reine Cisco-Umgebung betreiben
- Sie extrem schnelle Konvergenz benötigen (DUAL-Algorithmus)
- Sie ungleichmäßige Lastverteilung (Unequal Cost Load Balancing) brauchen
Ein Broadcast-Sturm entsteht, wenn Broadcast-Frames in einer Schleife (Loop) endlos zwischen Switches zirkulieren. Das Netzwerk wird innerhalb von Sekunden überlastet und bricht zusammen.
Verhinderung:
- STP/RSTP/MSTP aktivieren: Verhindert Layer-2-Loops
- BPDU Guard: Schaltet Ports ab, die unerwartet BPDUs empfangen
- Loop Guard: Verhindert, dass blockierte Ports versehentlich aktiv werden
- Storm Control: Begrenzt die Broadcast-Rate pro Port
- Korrekte Verkabelung: Keine redundanten Verbindungen ohne STP
VLANs trennen Broadcast-Domänen – Geräte in verschiedenen VLANs können standardmäßig nicht miteinander kommunizieren. Für die Kommunikation zwischen VLANs wird ein Layer-3-Gerät benötigt:
- Router-on-a-Stick: Ein Router mit einem Trunk-Interface und Sub-Interfaces pro VLAN (langsam, für kleine Netze)
- Layer-3-Switch (SVI): Switched Virtual Interfaces – der Switch routet selbst in Hardware-Geschwindigkeit (empfohlen)
Empfehlung: In Enterprise-Netzwerken immer Layer-3-Switches für Inter-VLAN-Routing verwenden. Router-on-a-Stick ist ein Flaschenhals.
Die Administrative Distanz (AD) ist ein Wert, der die Vertrauenswürdigkeit einer Routing-Quelle angibt. Je niedriger der Wert, desto vertrauenswürdiger die Quelle:
- Connected: AD 0 (direkt verbunden)
- Statisch: AD 1
- EIGRP: AD 90
- OSPF: AD 110
- RIP: AD 120
- BGP (extern): AD 20
Wenn ein Router dieselbe Route von mehreren Protokollen lernt, wählt er die Route mit der niedrigsten AD.
Access-Port: Gehört zu genau einem VLAN. Wird für Endgeräte (PCs, Drucker, Telefone) verwendet. Frames werden ohne VLAN-Tag gesendet.
Trunk-Port: Transportiert Traffic mehrerer VLANs zwischen Switches oder zu Routern. Frames werden mit 802.1Q-VLAN-Tags versehen, damit der empfangende Switch weiß, zu welchem VLAN der Frame gehört.
Best Practice: Access-Ports für Endgeräte, Trunk-Ports nur zwischen Netzwerkgeräten (Switch-Switch, Switch-Router).
BGP wird im Enterprise typischerweise in folgenden Szenarien benötigt:
- Multi-Homing: Zwei oder mehr Internet-Anbindungen von verschiedenen ISPs
- MPLS-Netzwerke: MP-BGP für VPN-Verbindungen zwischen Standorten
- Datacenter: BGP als Underlay-Protokoll in Spine-Leaf-Architekturen
- Cloud-Anbindung: BGP-Peering mit AWS Direct Connect, Azure ExpressRoute
Für reine LAN-Netzwerke reicht OSPF oder EIGRP als IGP aus. BGP ist nur an den Netzwerkgrenzen (Edge) nötig.
DHCP Snooping ist ein Sicherheitsfeature auf Managed Switches, das vor Rogue DHCP-Servern schützt. Ein Angreifer könnte einen eigenen DHCP-Server ins Netzwerk bringen und Clients falsche IP-Adressen und Gateways zuweisen (Man-in-the-Middle-Angriff).
Funktionsweise:
- Switch-Ports werden als Trusted (zum echten DHCP-Server) oder Untrusted (Endgeräte) konfiguriert
- DHCP-Angebote (Offer) von Untrusted-Ports werden blockiert
- Der Switch erstellt eine Snooping-Datenbank mit IP-MAC-Zuordnungen
- Diese Datenbank wird von DAI (Dynamic ARP Inspection) und IP Source Guard genutzt
Zusammenfassung
Die wichtigsten Punkte
- Switching (Layer 2): Frame-Weiterleitung anhand von MAC-Adressen innerhalb eines LANs
- Routing (Layer 3): Paket-Weiterleitung anhand von IP-Adressen zwischen Netzwerken
- Switch-Typen: Unmanaged (Plug & Play), Managed (VLAN, STP), Layer-3 (Routing)
- Routing-Protokolle: OSPF (Standard-IGP), BGP (Internet), EIGRP (Cisco), RIP (Legacy)
- VLANs: Logische Netzwerktrennung, Trunking (802.1Q), Inter-VLAN-Routing
- STP: Verhindert Switching-Loops, RSTP/MSTP für schnelle Konvergenz
- Enterprise-Architektur: Core → Distribution → Access (3-Tier-Modell)
- Sicherheit: 802.1X, DHCP Snooping, DAI, Port Security, ACLs
- Monitoring: SNMP, Syslog, NetFlow, IPAM, Konfigurations-Backups
Enterprise-Tipps
- OSPF als Standard: Für die meisten Enterprise-Netzwerke ist OSPF die beste Wahl
- Layer-3 bis zum Access: Moderne Netzwerke routen so nah wie möglich am Endgerät
- Kein VLAN 1: Default-VLAN aus Sicherheitsgründen nicht für Datenverkehr nutzen
- Redundanz: Dual-Homing, HSRP/VRRP für Gateway-Redundanz
- Automatisierung: Ansible, Python, NETCONF für Konfigurations-Management
Weiterführende Themen
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